In eigener Sache

Neulich habe ich einen Kommentar gefunden, dass es furchtbar sei, wenn man nicht wüsste, wer diese Seite betreibt. Ich denke das nicht und habe bewusst auf die Angabe meines Namens verzichtet. Dies ist rechtlich unbedenklich, da ich hier privat Beiträge schreibe und auch kein Nachrichtenportal betreibe. Ich poste nämlich nicht regelmäßig, sondern immer dann, wenn ich dazu Lust habe. Dies bedeutet auch, dass ich gelegentlich mehrere Monate nichts poste, da ich auch noch arbeite und gelegentlich andere Prioritäten setze. Meine Seite hat auch nicht unheimlich viele Besucher. Daher reagiere ich auf Kommentare auch nicht immer zeitnah, aber ich lese alle Kommentare an mich. Bisher ist das quantitativ absolut kein Problem. Zudem schalte ich konstruktive Kommentare auch gerne online und beziehe dazu noch einmal Stellung.

Der eigentliche Grund für die Anonymität ist jedoch meine Hoffnung, niemals berufliche Nachteile durch meine Seite zu erfahren. Obwohl ich zu meiner Meinung stehen kann, gibt es viele Menschen, die so sehr der Mainstream-Propaganda verfangen sind, dass sie auch auf wohlbegründeten und konstruktiven Widerspruch mit einer aggressiven Abwehrhaltung reagieren. Außerdem bin ich mir dessen bewusst, dass bei Anfeindungen jedes Wort aus dem Kontext gerissen werden und gegen mich verwendet werden kann.

Armin Laschet: „Die DDR hat die Köpfe der Menschen nachhaltig zerstört.“

Der neue Ministerpräsident von NRW hat in der Sendung Hart aber Fair ein tolles Menschenverständnis offenbart. Für ihn müssen Ostdeutsche alle auf die Couch. Man erinnert sich daran wie Herr Gauck sagt, nicht die Eliten, sondern die Bevölkerungen seien das Problem. Armin Laschet sieht das Problem vorwiegend in der DDR.

Die Aussagen von Armin Laschet findet man in diesem Video an der Stelle (8 Minuten 41 Sekunden). Das Video selber ist nicht zu empfehlen. Diese Version ist auch schon eine Zusammenfassung, die größtenteils die Aussagen eines AfD Mitglieds enthält und eben die Kernaussagen anderer Gäste. Leider gibt es das Video bei -Youtube aktuell nicht nur mit dem interessanten Ausschnitt.

… und scheinbar ist das, was als Kommunismus vertreten worden ist, was die Völkerfreundschaft jeden Tag im Mund führte, ein System gewesen, das das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen eher behindert hat. Und dass wir jetzt langsam merken, die DDR hat viel mehr angerichtet als der Kommunismus, das Land zu zerstören, und es hat auch die Köpfe der Menschen so nachhaltig zerstört, dass Sie es heute dort erleben, dass Sie es in Tschechien erleben, dass Sie es in Ungarn erleben, dass sie es komischerweise – (Unterbrechung durch andere Frau) – Bei uns im Westen gibt es auch Neonazis, auch sehr gewalttätige Neonazis, aber dass ganze Landstriche nicht gelernt haben, dass man Respekt hat vor anderen Menschen, dass zwölf- oder dreizehnjährige Kinder, fünfjährige Kinder nur weil sie anders aussehen beschimpfen, da ist vierzig, fünfzig Jahre was grundlegend schief gelaufen. Dieses Erziehungsdefizit haben sie heute in den Neuen Bundesländern.

Abgesehen von der extremen Geschichtsverzerrung ist dasMenschenbild von Herrn Laschet furchtbar. In den sozialistischen Staaten gab es untereinander keine Kriege und auch auf imperiale Eroberungskriege wurde verzichtet. Der Nationalismus in Yugoslawien beispielswiese brach erst nach dem Zusammenbruch des Ostblocks aus und mit freundlicher westlicher Unterstützung. Auch jetzt zundelt man von westlicher Seite, dämonisiert alles Russische und fördert überall nationale Bewegungen.

Das größte Problem der Politik ist, dass viele Menschen in den neuen Bundesländern eben nicht so Obrigkeitshörig sind, weil sie schon einmal einen Systemwechsel erlebt haben.

Auch die schlimmsten Psychoexperimente werden großflächig in die Realität umgesetzt, wenn es dem Profit dient.

In unserem System haben große Konzerne psychologische Experimente wirtschaftlich nutzbar gemacht. Teile und herrsche funktioniert heute sehr gut. Das Ausspielen von verschiedenen Gruppen funktioniert nicht nur innerhalb der Gesellschaft (prekär Beschäftige, Arbeitslose, Flüchtlinge, Selbstständige, Renter, Jugendliche, …), sondern es funktioniert sogar innerhalb von einer Firma. Dort wird mit allen Mitten der Kunst eine Klassengesallschaft in der Arbeiterschaft aufgebaut, der Konkurrenzdruck so erhöht und eine Entsolidarisierung gefödert. Quasi das „Light-Modell“ des Experiments, in dem eine Gruppe willkürlich in Gefangene und Wärter eingeteilt wurde und die Wärter nach kurzer Zeit die Gefangenen sogar mishandelten. In der Realität bekommt die Gruppe der Festangestellten lediglich mehr Privilegien und es gibt auch keine Sonnenbrillen, die den Blickkontakt verhindern. Eine strikte Trennung und Entsolidarisierung findet trotzdem statt. Aufgezeigt wird diese Wahrheit mal wieder in der Sendung „Die Anstalt“, die teilweise auch einer politischen Agenda folgt, jedoch immer wieder mehr Fakten zu zentralen Themen liefert, wie alle möglichen Nachrichtensendungen auf ARD und ZDF zusammen.

Es ist an der Zeit, solche Arbeitsbedingungen, die kein Einzelfall sind, sondern inzwischen fast globale Regel bei den großen Konzernen, zu beenden.

Passend zum Thema gab es heute eine Meldung über TESLA bei Spiegel Online. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/tesla-arbeiter-berichten-von-ueblen-arbeitsbedingungen-a-1148397.html Dort sollen schon viele Arbeiter ohnmächtig zusammengebrochen sein. Ruft man sich in Erinnerung, wie heute Hartz-IV-Sanktionen ausgesprochen werden und wie die Menschen keine Chance haben, sich zu wehren, dann erinnern viele Arbeitsbedingungen in unseren so modernen Ländern eher an Sklaverei.

Hartz-IV-Sanktionen sind ein schweres Verbrechen!

Das soziale Klima in Deutschland wird schlechter und dies liegt an den systematischen Ungerechtigkeiten, mit denen man sich heute als mittellose Person abfinden muss.

Hartz-IV bedeutet Existenzminimum und eine Kürzung dieses Minimums ist nicht vertretbar. Es ist dringend an der Zeit in Deutschland eine Mindestrente einzuführen und Sanktionen auf Hartz-IV gründsätzlich zu verbieten.

Faulheitsverbrechen
Die Politik stempelt Hartz-IV-Bezieher zu unwürdigen Tätern, die bestraft gehören. So inszeniert sie eine Täter-Opfer-Umkehr und legitimiert es, tausende Existenzen zu vernichten.

Klicken Sie auf den Text und sie können den Artikel zum Thema von Susan Bonath auf der sehr empfehlenswerten Nachrichtenseite: www.rubikon.news lesen.

Die Lage ist so furchtbar, dass man auch als Nicht-Betroffener kein Blatt vor den Mund nehmen sollte, wenn es darum geht, dieses Verbrechen zu benennen. Anscheinend sind die Betroffenen meist sozial zu isoliert und durch das institutionalisierte Mobbingsystem der Jobcenter derart geschwächt in ihrem Selbstvertrauen, dass sie sich selber kaum dagegen wehren können.

Sascha Lobo mit pseudo-wissenschaftlichen Erkenntnissen

Bezahlt von der GEZ und aktuell sehr prominent in der ZDF-Mediathek platziert, die den Vorteil bietet, an einem normalen, smarten Fernseher ohne Werbung zu laufen, findet man die „Dokumentation“ über Propaganda von Sascha Lobo. Was kann man bei dieser Dokumentation lernen?

(NICHTS, außer dass Sascha Lobo vielleicht etwas selbstverliebt ist und selber gern Propaganda macht.)

Sascha Lobo hat sieben umtriebige Blogger eingeladen, von denen einer aus der Reihe fällt, da er AfD-Inhalte postet. Sie machen eine Reihe von „Experimenten“ mit. Leider ist die Aussagekraft dieser Experimente fast null.

Er ist in einem ehemaligen Funkhaus der DDR, womit man das Thema Propaganda gleich zu Beginn noch einmal mit der DDR verbinden kann. Diese wird als böses Beipspiel in der BRD noch gebraucht.

Herr Lobo will zuerst beweisen, dass es den Effekt gibt, dass Menschen im Internet zu doof sind und das glauben, was die meisten Likes hat. Dies gelingt ihm nicht richtig (der Effekt zeigt sich nur in sehr geringem Umfang) und die Fragen von ihm sind selber schon höchst manipulativ gewählt. Man erkennt die Absicht, auf das richtige Ergebnis kommen zu wollen. Direkt im Anschluss wird dann erklärt, dass die enorme Popularität der AfD im Internet auf diesem psychologischen Phänomen beruht. Die AfD ist nämlich die Partei die am meisten im Netz vertreten ist, obgleich die CDU ein Vielfaches an Mitgliedern hat. Vielleicht gibt es einfach nicht genug Menschen, die noch im Netz für die Politik der großen Parteien einstehen wollen, aber das wird nicht gesagt. Das offensichtliche Ziel von Herrn Lobo ist es, Internetzensur den Weg zu bereiten und die Legitimation von demokratischen Entscheidungen zu untergraben, indem man das Volk als dumm darstellt. Generell sind die Aussagen der Blogger, meisten Aussagen, die Herrn Lobo zu 100% zustimmen. Lediglich der AfD-Blogger widerspricht mal und wird als negatives Beispiel gezeigt. Alle Teilnehmer zeigen aber keinerlei Zeichen von politischer oder geschichtlicher Bildung oder Reflektion. Sie sollen Prototypen einer dummen und leichtgläubigen Internetcommunity darstellen und erfüllen perfekt diesen Zweck.

Als nächsten Effekt zeigt Herr Lobo den Teilnehmern Bilder mit teils kuriosen Artikeln. Sehr überraschen ist es natürlich, dass sich die Teilnehmer am besten die kuriosen Artikel merken und auch hier die Regel „Sex sells“ gilt. Der Artikel mit einer halbnackten Frau (Badeanzug), die 500 Leberflecken hat, wird als besonders einprägsam wahrgenommen. Außerdem ein Artikel über vernachlässigte Kinder. Das Schlimme ist, dass solche Artikel besonders geklickt werden, weil man mehr erfahren will. Wieder kommt direkt danach die Erziehung, indem man den Teilnehmern zeigt, wie eine rechtsradikale Seite eine Karikatur mit Merker und Anis Amri (Berlin-Weihnachtsmarkt-Attentäter) im LKW zeigt.

Rationalität und Logik bleiben laut der Doku auf der Strecke, konstatiert man dann in der Doku und liefert natürlich gleich Fake-Beispiele.

Nun wird es besonders kurios: Die Probanden sollen nun bei ihnen unbekannten und kuriosen Meldungen entscheiden, ob Meldungen einen wahren Kern haben oder nicht. Sie können dabei nur raten, da kritische Recherche eben nicht erwünscht ist, sondern wirklich nur bloßes RATEN. Man macht also einen Versuch und fordert dazu auf, den Wahrheitsgehalt von Meldungen zu erraten und stellt dann fest, dass die Teilnehmer den Wahrheitsgehalt von Meldungen erraten!!! Um den Zuschauer, der dies als absurd erkennt, wird als Beispiel für gutgläubige Leser von Fakenews der Fall in Amerika gezeigt. Dort hatte jemand die Pizzagate-Geschichte für wahr gehalten und bewaffnet in die Pizzeria eingedrungen, wo er den Pädophilen-Ring vermutete. Sascha Lobos Fazit im belehrenden Ton danach besagt auch, dass durch die eben getroffenen Entscheidungen der Probanden nach dem Bauchgefühlt, der Manipulation Tür und Tor geöffnet sei.

Was hat man nun gelernt? Eigentlich nichts! Im normalen Alltag finden wir Geschichten im Netz. Sind diese Geschichten nur kurios aber unpolitisch, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man die glaubt. Sollten diese Geschichten unsere Wahrnehmung fesseln und unser Weltbild ändern, dann prüft man diese Geschichte einfach nach und sieht, ob auch andere Seiten (die man kennt) davon berichten und was der wahre Kern ist. Landet man auch einer Seite mit Schadsoftware, dann spielt man das System neu auf, usw.

Weiter geht es damit, dass der Computer uns mit den Daten besser kennt als unsere guten Freunde. Bei einer Abfrage, die den Computer favorisiert, stimmt dies. Es stimmt auch, dass Donald Trumps Wahlkampfteam personalisierte Werbung benutzt hat, aber ist das neu?

Danach zeigt Herr Lobo, wie Propaganda wirklich geht. Er mischt verschiedene Themen. Homöopathie, berechtigte Kritik an Einwanderung, die durch Meinungsfreiheit gedeckt ist, eine Theorie einer hohlen Erde, das Anzünden von Flüchtlingsheimen und Homöopathie, wenngleich er hinzufügt, das sei nicht das Gleiche, doch der gedankliche Connex ist natürlich hergestellt, wie jeder echte Propagandakenner sofort bestätigen würde.

Als Höhepunkt sucht Herr Lobo das „Gespräch“ mit dem Volk. Wie üblich sucht Herr Lobo sich als aufrechter Journalist Menschen aus dem extrem rechten Milieu, die sich schlecht artikulieren können, um sich selber zu erhöhen.  Man schneidet auch noch die Aussagen der Interviewpartner, doch trotzdem wurde der Sachverhalt, was Herr Lobo gemacht hat, ziemlich deutlich: Statt einem offenen Dialog hat Herr Lobo ein schlechtes Bild eines blonden Mädchens inmitten von einfachen indischen Frauen mitgenommen, welches Erika Steinbach gepostet hatte, um vor Überfremdung zu warnen in Deutschland. Natürlich ist das Bild ein dummes Propagandabild von extrem Rechten und eben einer Frau Erika Steinbach, die nun bekanntlicherweise schon vor dem Boom der Social-Media mit rechten Äußerungen angeeckt ist. Statt nun also wie behauptet ein offenes Gespräch mit anderen Menschen auf der Straße zu suchen, die Pegida-Sympathisanten sind, hat Herr Lobo eine halbe Stunde auf seine armen Interviewpartner eingeredet und wollte lediglich eine Bestätigung dafür, dass die Kommunikation im Internet nicht frei von Propaganda ist. Seine Hoffnung, jemand würde vehement für das dumme Bild nun wirklich stark Partei ergreifen, wurde nicht erfüllt. Inhaltlich redet er über kein politisches Thema, sondern nutzt die Rechten nur, um sich selber als Lichtgestalt von ihnen distanzieren zu können.

Es fehlt am Ende auch nicht der Appell, näher zusammenzurücken, was man mit sozialen Medien auch machen könne. Glaubt nur dem Mainstream!

Was wurde aus der Sendung nicht klar: Die eigentlichen massiven Propagandamethoden wurden nicht aufgezeigt. Stattdessen war die Dokumentation selber reine Propaganda. Tiefergehend findet man Propagandamethoden natürlich bei Rainer Mausfeld, im Falle der Kriegspropaganda auch bei Daniele Ganser oder bei Elisabeth Wehling, wobei letztere auch den Mainstream verteidigen will, aber einige Propagandamethoden trotzdem gut beschreibt.

Sascha Lobo macht nur Propaganda.

Keine Quellen aus Ostaleppo

Hier noch einmal ein Ausschnit des Journalistenteams, das in Syrien war. Dies war noch vor der kompletten Eroberung von Ostaleppo, wobei es sich lohnt, auch jetzige Stimmen von russischen Medien zu hören. Konkret geht es in diesem Ausschnitt um eine Frage an Eva Bartlett, eine Kanadische Journalistin, die ganz genau beantwortet, wieso die Medien lügen im Fall von Syrien – sie haben einfach KEINE Beweise und eine eindeutige Agenda.

Dies ist übrigens nicht so selten. Unsere Medien sind gerne postfaktisch. Der zweite Teil des Mc Claron-Reports zum russichen Doping hat angeblich 1000 (Zwangs-)Doper in Russland ausgemacht, womit wohl folgerichtig fast jeder Russe dopt. Allerdings 100% frei von Beweisen, wenigstens gibt es nicht einen konkreten Namen oder eine konkrete neue Probe, wer denn nun gedopt hat.  Es geht also auch ganz ohne Fakten – unsere Medien sind modern und gehen mit dem ausgerufenem Zeitgeist.

Die bellizistische ARD trommelt für Krieg

Der Weltspiegel in der ARD ist eine gute Sendung, um aktuelle Propagandalinien der Außenpolitik zu erkennen. Manchmal verirren sich hier auch gute Beiträge oder Beiträge, die einfach nur kuriose Lückenfüller sein sollen. Manchmal werden Beiträge auch zu Kronzeugen-Berichten, wenn sich die Propagandalinie dreht. Dann widersprechen ältere Beiträge auch mal der Propagandalinie und sorgen so für Aufklärung.

In der Ausgabe vom — befand sich wieder einmal besonders viel Propaganda und besonders soll hier auf einen Beitrag aus der Ukraine eingegangen werden. Da die Ukraine momentan meist ausgeblendet wird in den Nachrichten, ist dieser Beitrag etwas singulär und beachtenswert, denn wichtig ist die Ukraine noch immer.

Die Ukraine ist ein Land, dem viel versprochen wurde. Die Propaganda des Westens und vorwiegend der USA, dass es dem Land besser gehen würde, sobald man die noch grassierende (russische) Korruption/Armut mit (europäischen) Werten/Reichtum austauscht, ist im Land einer Ernüchterung gewichen. Die Korruption wurde nicht beendet und von den Problemen des Landes wird abgelenkt, indem man mit dem Finger auf den bösen Russen zeigt. Der Konflikt mit dem Donbass, der sich anders als die USA und Partner weigerte, den Putsch anzuerkennen, gilt als eingefroren. Die Krim ist inzwischen russisch und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Die EU sieht das Land und ist momentan nicht bereit, den Ukrainern VISA-Freiheit zu geben. Vielleicht kommt die Visafreiheit eines Tages, wenn es wieder Nachschub an Billigarbeitern braucht, aber momentan gibt es von Billigarbeitern mehr als genug.

Die EU bevorzugt die Assoziierung ohne Aufnahme des Landes. Das bedeutet eine politische fast 100% Unterwerfung durch Übernahme von EU-Gesetzen und Vorgaben – bei gleichzeitig keinerlei Mitbestimmung in der EU. So erweitert die EU den Wirtschaftsraum, ohne Macht teilen zu müssen. Der Markt ist geöffnet, doch die Menschen in der Ukraine leiden.

Nun die Berichterstattung der ARD. Sie berichten über einen Veteranen, der einen Pizzalokal (wohl mit Lieferdienst) aufgemacht hat, das er „Pizza Veterano“ nennt. Der Inhaber ist Veteran und der Meinung, dass er wieder in den Krieg will. Das Leben mit seiner Familie ist ihm zu anstrengend. Im Krieg war alles einfach und man musste einfach nur in eine Richtung schießen. Nun ist das Leben schwieriger. Man verdient auch nur 150 Euro im Monat!

Beim Gründer von Pizza Veterano arbeiten noch andere Veteranen. Eine Psychologin kümmert sich um die Veteranen, aber alle Veteranen wollen wieder an die Front, da dort das Leben einfacher war und man eben nur in eine Richtung schießen muss. Dort können sie für ihr Land kämpfen. Gemeint ist als Front die innerukrainische Grenze zum Donbass hin, denn es ist von Debalzewe die Rede.

Zitat der Moderatorinnenstimme im Beitrag:

(Zu einem Veteranen): „Zurück in den Krieg, weil der Weg in den Alltag nicht mehr möglich ist. Die Familie zurücklassen, sein Leben riskieren für ein Land, in dem er sich im Stich gelassen wird.“

(Leonid ist der Chef von Pizza Veterano) „Würde Leonid auch zurückgehen in den Osten, zurück in den Krieg. Ja, er plant sogar schon. ER wird wieder Richtung Donezk fahren. Allerdings nicht, um zu kämpfen, sondern um Pizza zu backen für die Kameraden an der Front – Pizza Veterano.“

Die Moderatorin sagt nach dem beitrag: „Starke Geschichte!“

Man fragt sich, wie so etwas unkommentiert in der ARD laufen kann. Menschen wollen in den Krieg und dort wahrlos in eine Richtungschießen. Vielleicht sind dort Zivilisten, Frauen und Kinder. Das interessiert nicht, denn die Kommunikation ist einfach und man weiß, dass man von links und rechts geschützt wird. Denken ist nicht notwendig. Die gezeigten Veteranen sind auch noch Freiwillige, das heißt Propagandaopfer, die sich freiwillig gemeldet haben. Vielleicht waren es sogar paramilitärische Einheiten, auf jeden Fall jedoch noch keine Menschen, die wirklich gelernt haben, dass Krieg immer Mist ist.

Prinzipiell ist es gut, wenn Veteranen wieder in einen zivilen Alltag integriert werden. Doch wieso findet die ARD keine Soldaten, die sich nun für den Frieden einsetzen. Wieso nur diese Beispiele von Veteranen, die noch immer den Krieg verherrlichen?

Welche Deutsche produzieren so einen kriegsverherrlichenden Mist??? Die ARD – präsentiert von Ute Brucker.

Hier der Link zum Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=z-fsxk8wNso

Hier ein Link zur ganzen Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=UA1sjS0u9Kk

In der Senudng war ansonsten noch Syrien ein Thema. Dort konnten die Reporter leider nicht eine Person in Aleppo finden, die sich über Assad beschwerte, sondern nur Personen die glücklich waren der Opposition zu entkommen, die bislang mit Waffengewalt verhindert hatte, das sie fliehen.

Am Ende der Sendung kommt noch ein Bericht über den Yemen. Die USA haben nun die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien eingeschränkt, weil es unschöne Bilder aus dem Yemen gab. Bilder von unterernährten Menschen aus dem Yemen können auch nicht lange geheim bleiben und so wurde einmal berichtet. Die Geschichte im Weltspiegel ist folgende: Im Yemen haben die Huthi-Rebellen geputscht. Der legitime Präsident ist in Saudi-Arabien. Die Huthi-Rebellen beschießen Saudi-Arabien und Saudi-Arabien REAGIERT darauf zugegebenerweise mit mehr Gewalt und auch Luftangriffen.

Was fehlt: Im Yemen gab es einen Präsidenten über 35 Jahre lang, der bei Unruhen im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ abdankte. Daraufhin übernahm in einem Kompromiss ein neuer Präsident die Führung des Landes, der schon vorher mit in der Regierung war. Durch den Austausch des Machthabers an der Spitze, beruhigte sich die Lage.  Das lag auch daran, dass der neue Präsident alle US-Wünsche erfüllte und unter anderem eine Militärbasis im Yemen aufgebaut wurde, von der aus dort unten der Drohnenkrieg ausgeführt wurde – nicht nur im Yemen selber sondern auch in Somalia. Nach zwei Jahren hatten die Yemeniten die Schnauze voll und die Huthi-Rebellen haben ZUSAMMEN mit dem alten Präsidenten und großen Teilen des Militärs den Aufstand geprobt und in einem doch relativ breiten Bündnis des Präsident vertrieben, der nach Saudi-Arabien floh. Natürlich war der kleine Yemen nicht so doof das viel größere und hochgerüstete Königreich Saudi-Arabien anzugreifen. Wer das glaubt, erklärt alle Yemeniten zu Idioten. Es war Saudi-Arabien, das mit Berufung auf den zu ihnen geflohenen Präsidenten, nun den Yemen angriff. Dieser Krieg tobt schon seit zwei Jahren und die Welt schaut weg. Da der Yemen auch nicht an so viele andere Länder grenzt, steht das Land isoliert da. Das eigentlich reichhaltige Land leidet unter dem Krieg, mangelndem Reichtum und hat noch immer einer sehr hohe Geburtenrate von 6 Kindern pro Frau. Solche Informationen gibt es in der ARD natürlich nicht, denn dort sind die Schurken die Huthi-Rebellen, die man als Schiiten als Irans Bösewichte verkaufen kann, sowie eben die „etwas übertriebene“ Härte bei der Reaktion Saudi-Arabiens.

Sehr interessant fand ich den interessanten Beitrag zu Myanmar. Hier wurden Menschen, die positiv dargestellt wurden, die gegen die Regierung sind. Die Regierung bekämpft momentan ein paar Muslime. Ich habe vor, mich demnächst zu informieren, ob diese negative Erwähnung der Regierung von Myanmar damit zu tun hat, dass die Regierung sich nicht gegen China in Stellung bringen lassen will. Dies bedarf aber noch einer Recherche.

 

Gegen Vorurteile und Volksverhetzung