„Positionen“ – Folge 1 – Professionalisierung einer Gegenöffentlichkeit

Eine Gesprächsrunde mit Matthias Bröckers, Dr. Daniele Ganser, Dirk Pohlmann und Willy Wimmer. Alles unter der unabhängigen Produktion von Ken Jebsen. Man kann jedem nur empfehlen, sich diese Sendung anzuschauen. Sie dauert über 161 Minuten, doch es lohnt sich.

Das Thema: Krieg und Frieden in Europa – Wer bestimmt auf dem Kontinent?

Wer diese Sendung gesehen hat, der weiß, wie dramatisch die Situation ist, in der wir uns momentan befinden. Außerdem wird er sofort erkennen, was es im deutschen Fernsehen nie gibt – nämlich solche „Talkshows“ – genauer genommen Gesprächsrunden zu politisch brisanten Themen, bei denen jeder Aussprechen darf und Themen nicht sofort abgewürgt werden.

 

 

Obama und der Westen als vom US-Geheimdienst überführte Terrorpaten

Diese Worte in der Überschrift verwendet Jürgen Todenhöfer, der mutige Journalist, der ein Buch über den Islamischen Staat veröffentlicht hatte. Er bezieht sich dabei auf inzwischen öffentlich gewordenes Geheimdokument, welches belegt, dass die USA seit August 2012 um die Gefahr eines von Al Qaida (AQI, ISI, IS) und anderen Extremisten angeführten Aufstandes wussten. Die USA haben diese Entwicklung jedoch nicht verhindert, sondern als Chance gesehen:

Dadurch sei “die Chance der Schaffung eines ‘Salafisten-Hoheits-Gebiets’ in Ost-Syrien” entstanden. Das sei genau das, was der Westen und seine Verbündeten am Golf ‘wollten’, um das syrische Regime vom schiitischen Irak und Iran abzuschneiden. “Der ISI könne dadurch zusammen mit anderen Terror-Organisationen im Irak und Syrien einen ‘islamischen Staat’ ausrufen.”

Ein salafistischer Terrorstaat in Ost-Syrien war ihnen nicht nur egal. Sie ‘wollten’ ihn. Sie nahmen zusätzlich bewusst in Kauf, dass der ISI einen islamistischen Terrorstaat gründen konnte, der Teile des Irak umfasste. Der DIA-Bericht ist in diesem Punkt unmissverständlich.

Quelle: http://juergentodenhoefer.de/us-geheimdienst-deckt-auf-der-westen-wollte-einen-islamistischen-terrorstaat/

Jürgen Todenhöfer geht jedoch weiter und sagt, dass auch in Zukunft der Islamische Staat nicht richtig bekämpft werden wird, da man ihn braucht, damit der Iran nicht zu stark wird. DAzu passt folgende Meldung des Fokus:

US-Außenminister John Kerry sprach in einer Telefonbotschaft an die Pariser Konferenz des Bündnisses nach US-Angaben von einem "mehrjährigen Kampf".
Jürgen Todenhöfer schreibt am Schluss seines Beitrags (s.o.) auf seiner Homepage:
Wetten, dass die westlichen Politiker und die Mainstream-Medien alles tun werden, um diese Perversion der offiziellen westlichen Anti-Terrorpolitik herunterzuspielen oder totzuschweigen?
–> Die Wette hat er inzwischen schon gewonnen!

Drohnenkriege der USA – Jeremy Scahill

Jeremy Scahill ist ein investigativer Journalist, der die Drohnenkriege der USA untersucht hat. Sein Buch „Schmutzige Kriege ist leider etwas teuer und geht ziemlich ins Detail. Er erläutert darin, wie der 11. September, deren Ablauf er niemals in Frage stellt, geholfen hat, Kriege zu führen. Wie es möglich war, dass man den Krieg gegen den Terror führen konnte und wie dies möglich ist, sogar ohne die Kongressabgeordneten in der USA alle einzubinden. In dieser Dokumentation, die es in das deutsche Fernsehen schaffte – allerdings um 0.00 Uhr, erfährt man, was er herausgefunden hat. Während das Buch nur für Menschen ist, die sich schon viel mit der Materie beschäftigt haben, ist die Dokumentation sehr kompakt und sollte jeden interessieren. Viel Spaß beim Anschauen:

Endlich die Ergeignisse im Orient verstehen

Michael Lüders in ein Nahostexperte und erklärt die Ereignisse im Nahen Osten. Ich kennen niemanden, der wirklich ein aktuelles und gutes Buch über die Ereignisse im Nahen Osten geschrieben hat. Peter Scholl-Latour hat zwar Bücher geschrieben, doch diese waren oft etwas narrativ gehalten. Michael Lüders hingegen erklärt systematisch und aktuell die Situation. Sein Buch heißt „Wer der Wind sät: Was wesliche Politik im Orient anrichtet“.  Es stößt mit Sicherheit in eine Marktlücke.

Schönerweise muss man sich nicht einmal sofort das buch kaufen. Michael Lüders hat Interviews gegeben – unter anderem im Sender Phönix: