Keine Meinungsfreiheit mehr in Spanien

Das Knebelgesetz in Spanien schränkt die Meinungsfreiheit extrem ein und sorgt dafür, dass man sich auch im Alltag zensieren muss. Hier ein paar der Auszüge mit Fakten, die in der österreichischen Zeitung der Standard in einem Artikel von Jan Marot am 9. August im österrichischen Standard erschienen sind, der den Titel trägt: „Spanisches Knebelgesetz: Strafen für sarkastische Tweets und Postings“.

„Ihn traf es als Ersten: Eduardo Díaz (27), Facebook-User aus Teneriffa. Er kritisierte Bürgermeisterin und Lokalpolizei über das Sozialnetzwerk. Gar ein wenig untergriffig. Die Ordnungshüter wären "Drückeberger". Sechs Stunden nachdem er den nun als Delikt geltenden Mausklick setzte, klopften auch schon zwei Beamte an seine Haustür: "Wir kommen, um das Bußgeld einzufordern. Wegen Ihres Postings im Internet." Bei leichten Vergehen rangiert dieses zwischen 100 und 600 Euro.“

Wenn das in Deutschland kommt, dann muss man mit Merkel-Witzen aufpassen! Einem Herrn Gabriel zu unterstellen er habe kein Herz und wäre für die gestiegenen Waffenexporte persönlich verantwortlich, könnte teuer werden. Dürfte man Politikern, die Kriegstreiberei betreiben, dies vorwerfen im Internet? Nein!

Nicht nur das: Ein Protestaufruf etwa per Facebook oder etwa WhatsApp verbreiten, das ist fortan auch ein "No-Go". Das weit teurer zu stehen kommen kann, nämlich mit bis einem Jahr Haft. Das Verbreiten reicht wohlgemerkt aus, selbst wenn man nicht der Organisator der Demo ist. Sollte der Protest gar eskalieren, stehen darauf auch zwischen 30.000 und 600.000 Euro. Zudem gelten fortan auch bis zu vier Jahre Haft für passiven Widerstand.

Wer hier also mal zum Widerstand aufruft oder meint, man könnte doch mal in der Innenstadt eine Friedensdemo machen, sollte vorsichtig sein. Hinterher nimmt das einer ernst und man selber sitzt ein Jahr im Knast! Passiver Widerstand, also eine nicht sofortige Befolgung der Anweisung, eine Demo sofort aufzulösen – zum Beispiel per Platzverweis – ergibt 4 Jahre Haft. Die Terroristen von Stuttgart21 können folglich alle sofort in den Bau!

Hinzu kommen exorbitante Geldstrafen für die Verbreitung von (Presse-)Fotos von Polizisten, seien es Szenen der Polizeigewalt im Zuge von Demonstrationen. Artikel 36.26 sieht hierfür Strafen bis zu 30.000 Euro vor.

Also falls ihr zufällig mal Polizeigewalt seht, dann lieber nichts dokumentieren. Kauft euch lieber ein neues Auto mit dem Geld, das ihr spart.

WIR REDEN HIER VON SPANIEN!!!

Wo ist der Protest der Europäischen Union? Wo ist der Protest vom Bundeskanzleramt? Wo ist der Protest von Gauk? Wo ist der AUFSCHREI der ANSTÄNDIGEN, den unser Presse immer mal wieder gerne fordert?

Hier noch ein krasser Fall eines politischen Urteils, das Spanien bewegt: Es geht es um 4 Jahre Haft (heise.de).

Eine Warnung an die Europäer – Stella Calloni

Hintergrundwissen zu Operation Condor (aus Wikipedia-Artikel): Unter dem Codenamen Operation Condor (span. Operación Cóndor) operierten in den 1970er und 1980er Jahren die Geheimdienste von sechs lateinamerikanischen Ländern – Argentinien, Chile, Paraguay, Uruguay, Bolivien und Brasilien – mit Unterstützung der Vereinigten Staaten, mit dem Ziel, linke politische und oppositionelle Kräfte weltweit zu verfolgen und zu töten. In geringerem Umfang waren auch die Geheimdienste Perus, Ecuadors und Venezuelas an den Aktionen beteiligt. Fast alle beteiligten Länder wurden zu Beginn der Geheimoperation von Militärdiktaturen oder rechtsautoritären Regimen regiert. Sie endete in den einzelnen Ländern jeweils spätestens mit deren Übergang zur Demokratie. Die wirksame juristische Aufarbeitung dieser Verbrechen kam erst vor wenigen Jahren in Gang und dauert bis heute an.

Die Warnung an Europa

Das Video ist selber sehr wörtlich übersetzt aus einer Videoversion (hier), in der sie in spanisch spricht und es eine deutsche unvollständige Kommentierung gibt.  Das hier eingebundene Video hat eine sehr gute aber weniger wörtliche Synchronisation auf Deutsch (empfehlenswert). Viel Spaß beim Schauen oder Text lesen:

Die sehr wörtliche Übersetzung:

Ich sollte einen Gedanken für die Europäer sagen. Die Europäer sind auf schreckliche Weise in einer Falle gefallen. Denn, wie Paul Harrison, Analyst aus den Vereinigten Staaten, der Krieg gegen den Irak war nicht nur wegen dem Erdöl oder wegen Besitztümer auf der anderen Seite; er war gegen den Euro. In diesem Moment erreichte Europa seinen Höhepunkt bei der Europäischen Verfassung, die eine außergewöhnliche Macht und Positionierung von Europa in der Welt bedeutet hätte. Also, man sagt, der Krieg Europas, an dem Europa als Teilhemer beteiligt war, ist gegen sie sie selbst. Es war ein Manöver der Vereinigten Staaten, denn der Euro besetzte viele Gebiete, denn man handelte in Euros, also, da Irak beschlossen hatte in Euros zu handeln, der Iran auch, Libyen auch (war am handeln mit Euros), was würde mit dem Dollar passieren? Also mussten sie die OPEC zerstören, sie mussten, sie müssen Europa die Beine brechen. Und das europäische Volk, total manipuliert und uninformiert, weiß nicht, dass man es (an Füßen und Händen gefesselt) ausliefert. Es ist nämlich kein Zufall, dass man ihnen genau in dieser Situation das neoliberale Projekt vorschlägt, das auf der Welt gescheitert ist, welches Lateinamerika zerstört hat und welches sogar ihre eigenen Regierungen zerstörte – die Macht von ihnen – denn das Volk rebellierte. Es ist kein Zufall, dass es einen Aufstand von fast 500000 Menschen [] in London gab. Es ist kein Zufall, dass in Griechenland, in Spanien – die Bewegungen, die es geben wird. Weil seit kurzem beginnt es, wenn sie den sozialen und destruktiven Schaden sehen, den dieses Projekt hervorruft, das die Vereinigten Staaten einem Europa auferlegt haben, das keine Notwendigkeit dafür hatte. Welche Notwendigkeit hatte Europa ihr soziales Projekt zu verlassen. Also was für eine Notwendigkeit, wo sie es doch in viel schwierigeren Zeiten aufrechterhalten hatten. Daher würde ich ihnen [den Europäern] sagen, ihr habt uns, die wir größtenteils von Europäer abstammen, beraten wie Eltern ihre Kinder, jetzt beratschlagen wir Kinder die Eltern: Passt auf euch auf! Passt auf euch auf! Denn diese Projekte werden angewendet in der Art einer „Operation Condor“ mit diesem Transfer von Gefangenen, was sie dazu bringt Geheimgefängnisse zu bauen, in diesem Europa, das sich demokratisch nennt und eine Verteidigerin der Menschenrechte. Was können sie machen? Also, bezüglich dessen was du mich gefragt hast heute, über das was passiert: In der Sicherheitsdoktrin der Hemisphären [= Begriff für die Politik der USA linke, kommunistische Tendenzen in Lateinamerika zu unterbinden] ist alles dies enthalten, und es ist enthalten in den Antiterrorgesetzen und dem Patriot-Act. Sie zwingen Gesetze auf, die nicht Plan Condor sind, aber sie haben ihren Ursprung nicht nur in Condor. In allen Operationen, die sie durchgeführt haben, in allen Erfahrungen, die sie mit Hilfe der Antiterrorgesetze gemacht haben. Sie versuchen, dass die Staaten in diese neue Situation eintreten, sie instruieren die regionalen Polizisten, die sich in eine andere Art Kräfte verwandeln, in diesen Polizeischulen, die nicht Condor sind, denn diese Schulen sind eine legale Institution. Das was ist, das was illegal ist, ist, dass die Völker (Bürger) nicht gefragt wurden, darüber welches Verteidigungssystem sie für ihr Land haben wollen und auch nicht über die Sicherheitsabkommen, die unterschrieben werden. Die Völker sind nicht befragt worden und an diesem Punkt müssen wir einen Kampf beginnen. Es kann nicht sein, dass diese Gesetzte nicht durch die Parlamente laufen. Und wenn sie durch die Parlamente laufen, können die Völker nicht intervenieren, sie wählen ob sie Gefangene eines Antiterrorgesetztes sein wollen. Auf dass heute in Militär kommt in Argentinien, es anwendet uns im selben Moment sind sie dabei Menschen zu töten wie früher. Sie installieren Geheimgefängnisse, wie sie die Vereinigten Staaten haben, den Patriot-Act, der erlaubt sich in das Privatleben von jedem einzumischen, der alle demokratischen Eroberungen der Vereinigten Staaten annullierte. Es gibt keine Demokratie in den Vereinigten Staaten. Damit, mit dem Patriot-Act, ist die Demokratie vollkommen verdeckt. Man konsultiert auch nicht, also, man sagt dem Volk nicht die Wahrheit, darüber, in welchen Kriegen man interveniert. Also ich glaube das mit Condor war klein, es ist eine Operation. Aber es ist eine Operation, die uns hilft, um uns in dieses Spinnennetz zu begeben, wenn wir sie auf diese Weise nutzen und wir wollen nicht in der Zeit stehenbleiben, wenn es sie nicht mehr gibt. Das war ein Moment, jetzt beteiligen sich die Leute, die an diesen Operationen teilgenommen haben, an anderen Dingen. Viele sind Unternehmer, …

Cristina Fernández de Kirchner – die argentinische Präsidentin spricht Klartext

Zum Thema „sanfte Schläge“ – Regimechanges:

Cristina Fernández: „Aber es ist wahr, dass es neue, subtilere Formen der Intervention und der Beeinflussung unserer Regierungen aufgekommen sind, mit Hilfe von dem, was man unter den „sanften Schlägen“ kennt.  „Sanfte Schläge“, wo man benutzt: multinationale Massenmedien, falsche Anklagen,  wechselhafte Vereinigungen von Staaten mit Staaten, um was weiß ich für Dinge zu machen und Verschwörungen. Sie sind subtiler, sie sind ausgeklügelter, aber deshalb hören sie nicht auf Interventionen zu sein und immer finden sie ihren Ursprung in neuen Organisationen unter dem Namen NGO. Den einen Tag lag ich einen sehr interessanten Artikel in einer mexikanischen Zeitung: NGO, die immer für die Freiheit oder die Menschenrechte kämpfen, oder für alle liebenswerten Dinge, die wir alle teilen. Von denen man nie weiß, woher sie sich finanzieren. Die immer bereit sind die esoterischsten Aussagen zu treffen. Die diese niemals beweisen können.  Aber sie zielen klar auf die Destabilisierung der Regierungen der Region, und, kurioserweise,  besonders auf die der Regierungen, die am meisten getan haben für den sozialen Ausgleich, für die soziale Bildung und für die Soziale Integration.“

Zum Thema UN und ihrem Misstrauen:

Solange die Stimmen der fünf Permanenten, die im Sicherheitsrat sitzen, mehr wert sind, als die Stimmen von der Elfenbeinküste oder von Ghana oder von Kenia oder von Ägyten oder von Uganda oder von Argentien oder von Bahrein oder der Vereinigten Arabischen Emirate  wird sich nichts lösen; es werden nur Diskurse sein. Wir werden uns jedes hier treffen, ohne zu einer Lösung zu kommen.

Ich will erinnern, dass letztes Jahr die Probleme andere waren. Das letzte Jahr sprach man von anderen Problemen und anderen Gefahren in Bezug auf Themen der Sicherheit. Heute haben sie sich geändert: Die, die gestern böse erschienen, sind heute nicht so böse. Die, die gestern erobert und zerstört werden mussten, scheinen heute dazu beizutragen, damit der ISIS (=Islamische Staat) verschwindet. Und morgen? Zuerst war es Al Quaida, und ich frage: Al Quaida und die Taliban: Wo tauchten sie auf? Wo nehmen sie die Waffen her? Woher bekommen sie die Mittel? Mein Land produziert keine Waffen. Wer ist es, der ihnen Waffen verkauft? Dan tauchten die auf, die der Arabische Frühling sein würden und die sich hinterher als weniger frühlinghaft herausstelten, sondern eher als Herbst und fast als Winter, währenddem sie von Freiheitskämpfern ebenfalls zu Personen, wurden, die, okay, es verdienten verfolgt oder eingesperrt zu werden. Jetzt ist es der ISIS, diese neue Brut, die als Terroristen erschienen sind, indem sie Personen köpften in wirklichen Inszenierungen, so dass man sich fragt: Wie? Woher?  Weil, erlauben sie mir, ich bin absolut misstrauisch gegenüber allem geworden, nachdem ich alle Dinge gesehen habe, die passiert sind. Und die Dinge, die im Fernehen passieren, in diesen Serien, die uns so sehr unterhalten und uns belustigen, sind kleine Fiktionen im Vergleich zu der Realität, die wir heute leben müssen .

Ab Minute 3:33 (ebenfalls in spanisch):

Uli Gellermann warnt vor dem modernen Atomkrieg

Uli Gellermann („Rationalgalerie“) warnt vor der Gefahr eines globalen atomaren Konflikts und der deutschen Regierung. Merkel hält er für irre.

Gefragt, wer denn vernünfitg ist, antwortet er: „… bisher jedenfalls scheint mir die russische Regierung die kaltblütigere zu sein, die ruhigere, diejenige, die nicht den Krieg  weiter anheizt.“ Außerdem sieht er Vernunft bei der außerparlamentarischen Bewegung, der Friedensbewegung und zum Beispiel dem Willy-Brand-Kreis. „Neben dem alten Bahr sitzen eine ganze Reihe von Leuten , die öllig vernünftig sind, die aber, das muss man einmal sagen, keiner hören will.“

Anschauen: Leider hat seine Warnung Substanz!

Interessant ist noch seine Meinung zur Türkei:

"Und wenn sie gestatten will ich zur NATO noch etwas anfügen. Wir haben überall NATO-Partner wie die Türkei, die bereit sind, auch neue Kriege zu beginnen. Also wir haben den Krieg, den neu begonnenen Krieg gegen die Kurden, der dieses Gebiet in der Nähe des Irak und Syriens, in einem Maße kontaminiert, der nicht vorstellbar ist. Wir können nicht  sicher sein, ob die Türkei, wenn sie so weitermacht, nicht auch bald zu einem der kaputten Staaten wird. Und die Türkei ist NATO-Mitglied, sie wäre beherrschbar - zumindest mit so einer Kleinigkeit, die Patriot-Raketen, die wir an die Grenze von der Türkei zu Syrien gestellt haben, wieder zurückzuziehen. Nicht mal das wagt, diese Regierung, weil sie weiß, das möchte die USA nicht."

Obama der Klimaretter und Ökovorreiter?

Der Friedensnobelpreisträger Obama wird momentan von der Presse gelobt wie seit langem nicht. Kritik an ihm ist Fehlanzeige. Alleine die Tagesschau und die Tagesthemen haben jede PR-Nummer mitgemacht, die momentan in den USA angelaufen ist.

Eine dieser PR-Geschichten ist die vom Klimaretter und auf diese alleine soll sich hier konzentriert werden!

Dazu meine Meinung:

Die USA werden die Energiewende vollziehen, um nicht einen Nachteil gegenüber China zu haben, die die Energiewende vorantreiben werden. Da die USA 2014 ein Bruttoinlandsprodukt von 17,5 Billionen Dollar hatten, könnten sie diese Energiewende auch gut finanzieren, zumal die Kosten eine echte Investition wären und echte Werte schaffen würden.

Sobald die Energiewende eine Frage der Nationalen Sicherheit wird, wird die Energiewende in den USA kommen. Dank Wirtschaftsspionage, verdammt großen wirtschaftlichen Mitteln und viel Sonne, ist die nur eine Frage der Zeit.

Nur wer extrem naiv ist glaubt, dies habe auch nur einen Funken mit Angela Merkel zu tun, wie das im Zuge des G7-Gipfels von Elmau so kommuniziert wurde. Dehen wir nicht alle noch das Bild wie Obama vor einer grünen Wiese auf einer Bank saß?

Ein Scherz? Nein! Die Chinesen treiben ihre Energiewende voran und werden sie weiter vorantreiben.

Benedigt Voigt schrieb am 27.7.15 in einem Artikel des Tagesspiegel:

„Chinas Führung setzt in ihrem aktuellen Fünfjahresplan auf qualitativ hochwertigeres, nachhaltigeres und ökologischeres Wachstum. Das Land will sich wandeln, von der verschmutzten Werkbank der Welt zum saubereren Hightechstandort und Konsumgiganten. Für diesen Strukturwandel ist die Führung bereit, schmerzhafte Maßnahmen zu ergreifen. In dieser Woche verordnete sie rund 1400 Firmen in wichtigen Industriesegmenten wie Stahl, Papier, Kupfer oder Zement eine Kürzung ihrer Überkapazitäten. Manche Produktlinien müssen ganz geschlossen werden. Damit unterstreicht die Regierung, wie ernst sie es mit nachhaltigerem Wachstum meint.“

Auch Claudia Kemfert stellte schon 2013 in ihrem Buch „Kampf um den Strom “ fest:

 „Dass ausgerechnet die Chinesen auf Grüne Technologien setzen, der Staat Industrien wie Elektromobilität und Solarbranche massiv fördert, kann als Indiz dafür gelten, dass es bei der Energiewende längst nicht mehr allein um Umweltschutz und Klimawandel geht: Die Ökorevolution ist längst ein knallhartes Geschäft geworden.“

Rasmus Reinvan und Bjørn Brunstad prognostizieren, die eine 2014 eine Prognose für das Buch: „Der neue Bericht des Club of Rome“ von Jorgen Randers geschrieben haben, schreiben:

„[China] wird sich hinsichtlich der größten Herausforderung des 21. Jahrhunderts als äußerst effektiv erweisen: dem Unvermögen derzeit noch vorherrschenden ressourcenintensiven und umweltverschmutzenden Produktionsweisen, der Weltbevölkerung langfristigen Wohlstand zu geben. (…) China wird bei der Abwendung vom fossilen Zeitalter schon früh eine bedeutende Rolle spielen – wesentlich motiviert durch seinen eigenen Entwicklungsbedarf, eine vergleichsweise schwache nationale Rohstoffbasis und einen guten Blick für strategische Positionierung.“

Paul Gilding vertritt in seiner Prognose im selben Buch die Meinung, dass es mit der Durchsetzung neuer Technologien oft länger dauert als man es annimmt, aber dann doch schneller geht als man denkt, sobald sie wirklich wirtschaftlich sind. Diesen Effekt sieht er für die Solarenergie kommen.

Die Berichterstattung über China ist eigentlich immer negativ.

Wer hat schon das letzte Mal positive Nachrichten Chinas gehört. Ihren Kampf für den Umweltschutz zum Beispiel. Es werden fast immer hart arbeitende Menschen gezeigt, die Schicksalsschläge hatten oder Opfer irgendeines speziellen Missstandes wurden. Dann wird erzählt, dass sie sich keine der neuen Wohnungen leisten können, die der chinesische Staat in seinem Bauwahn und seinem ungehemmten Wachstumswahn errichten lässt. Abgesehen davon, dass bei zu hohen Wohnungspreisen, der massive Wohnungsbau das zu 100% korrekte Rezept ist, kann man sehen, wie der chinesische Staat geplant unheimliche Investitionen tätigt, um immer mehr Menschen eine Wohnung und mehr Wohlstand zu verschaffen. Dabei gibt es Verlierer, aber die gibt es auch anderswo und alle Statistiken, die Erfolge in der globalen Armutsbekämpfung zeigen, beruhen in erster Linie auf dem Aufstieg vieler Chinesen aus der Armut und aus der existenziellen Not.

Falls die Solarenergie billiger wird als die Kohlekraft, was absehbar ist, dann wird China massiv investieren und nur nur jedes Dach bekommt Solaranlage.

Auch in China gibt es viel Sonne, das nötige Know-How und die Mittel. Falls den USA also kein Umsturz oder eine Destabilisierung in China gelingt, werden wir in China eine Energiewende erleben, die dem jetzigen Wohnungsbau („Bauwahn“) in nichts nachsteht. Deshalb werden die USA auch eine Energiewende vollziehen, obwohl sie offiziell nicht in den Markt eingreifen wollen.

Angesichts dieses Hintergrunds sind die zahlreichen Berichte  über Obama absurd. Wenn wir Deutschen Verantwortung hatten, an diesem Wandel, dann nur, weil die Imagekampagne auch für uns gemacht wurde.

Noch ist die Energiewende träge und die Industrie will nicht, weil die Energiepreise so niedrig sind. Erdöl wird bewusst billig gehalten, um die Exportländer zu schwächen. Die Kohle wird auch noch 300 Jahre reichen, schätzt man und sie ist billig. Da kann sich aber sofort ändern, wenn die Saudis drosseln und ein Imperium wie die USA werden schon schauen, dass sie rechtzeitig dabei sind.

Noch einmal: Mit Merkel hat das NICHTS zu tun und mit Obamas Vorliebe für die Umwelt auch nicht.

Litwinenko in der Rolle von Erzherzog Franz Ferdinand?

Am 31. Juli 2015 hat die Tagesschau um 20.00 Uhr über das erneute Gerichtsverfahren im Mordfall Litwinenko in England berichtet. Dass man den Morde jetzt noch einmal instrumentalist, ist ein absoluter Tiefschlag und eine große Anklage, die sie gegen Russland konstruieren wollen. Doch wer hat Litwinenko ermordet?

Litwinenko wurde im November 2006 ermordet. Er verstarb nach wochenlangem Leiden (seit 1 November) punktgenau einen Tag vor dem EU-Russland Gipfel in Helsinki am 23.11.2006. Am 24.11.2006, am Tag des Gipfels, wurde sein angebliches Testament verlesen, in dem er Putin persönlich anklagte für seinen Tod. Man muss wissen, dass Litwinenko in der ganzen Zeit in der er in London lag, nur mit einem sehr kleinen Personenkreis Kontakt haben durfte. Zeugen für die Echtheit des Testaments, in dem er angeblich Putin persönlich anklagte, gibt es nicht. Hier das „Testament“:

“Sie werden mich vielleicht erfolgreich zum Schweigen bringen, aber dieses Schweigen hat seinen Preis. Sie haben sich genauso barbarisch und unbarmherzig gezeigt, wie es Ihre schlimmsten Kritiker behaupten. Sie haben gezeigt, dass Sie keine Achtung vor dem Leben, vor der Freiheit oder sonst einem Wert der Zivilisation haben. Sie haben gezeigt, dass Sie ihres Amtes nicht würdig sind und dass Sie das Vertrauen zivilisierter Frauen und Männer nicht verdienen.
 Vielleicht gelingt es Ihnen, einen einzelnen Mann zum Schweigen zu bringen. Aber eine riesige Welle weltweiter Proteste wird ihr ganzes restliches Leben in Ihren Ohren widerhallen, Mr. Putin.
 Möge Gott Ihnen vergeben für das, was Sie nicht nur mir, sondern meinem geliebten Russland und seinem Volk angetan haben.”

Brisant: Es waren Beresowskis Leute und die Frau von Litwinenko, die Alexander Litwinenko in London fast 3 Wochen abschirmten, bevor er starb. Polonium könnte also auch nur ein guter Vorwand gewesen sein, Liwinenko unter Quarantäe zu behalten. Wieso diese Menschen über den Zugang bestimmten, ist ein Rätsel, was man sich eigentlich nur erklären kann, wenn man davon ausgeht, dass gewisse Kreise eingeweiht war. Es gibt auch kein Video in dem Liwinenko Putin anklagt oder sonst etwas, nur dieses absout unbeglaubigte “Testament”.

Mit diesem Mordvorwurf aus dem Testament ging es dann für die Russen zum Gipfel nach Helsinki, wo sie eigentlich die Partnerschaft mit der EU verlängern wollten.

Das BIP Russlands kannte damals jedes Jahr nur den Weg nach oben. Kein Grund also diesen Trend zu unterbrechen und die Konfrontation mit der EU zu suchen! (Ein Einbruch kam erst mit der Finanzkrise 2008)

In diesem Moment war die direkte Anklage Putins als Mörder ein Desaster für Russland. Die offiziellen Spuren damals führten auch eher zu Beresowski, einem russischen Oligarchen, der im Londoner Exil lebte und Putin nicht mochte. Er ist unter ungklärten Ursachen 2013 gestorben, wie man bei Wikipedia nachlesen kann. Auch Jürgen Elsässer soll laut dem Buch von Wisnewski damals in der “Jungen Welt” gemeint haben, die Spuren würden eher “auf Kreml-Gegner verweisen”.

Besonders brisant: Auf dem Gipfel in Helsinki hätte es ein neues Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Russland geben sollen, weil das alte von 1997 nach 10 Jahren Ende 2007 ablaufen würde. Kurz davor, direkt vor dem Petersburger Dialog und genau an Putins Geburtstag wurde damals zudem Politkowskaja ermordet. (Das war am 7.10.2006)

Also der, der das neue Partnerschaftabkommen nicht haben wollte, ist vermutlich der Möder!

Nur wenn man davon ausgeht, dass Putin das Partnerschaftsabkommen nicht verlängern wollte, dann muss man davon ausgehen, dass er so medienwirksam wie möglich und punktgenau (was in London für ihn im Fall Litwinenko eigentlich unmöglich war) Politkowskaja und Litwinenko umbringen ließ. Dafür spricht jedoch nichts! Das Partnerschaftsabkommen scheiterte damals wegen Polen. (“Dem neuen Europa, wie man auch so schön in den USA manchmal sagt.”)

Wenn man bedenkt, was daraufhin folgte, muss man sich Gedanken machen:
1. Das Drängen der USA auf den Raketenabwehrschirm – angeblich gegen den Iran.
2. Der Krieg Georgiens gegen die Bevölkerungs Südossetien und der dortigen russischen Schutztruppen. Ausgelöst und nachweislich angefangen von Saakaschwili, den Mann der USA, damaliger Präsident von Georgien und heutiger Gouverneur von Odessa. Alles nach vorheriger Aufrüstung durch die USA!

Wie wir alle wissen hatten, hatten die Russen Georgien wegen der kleinen Größe als Reaktion auf den Angriff damals einfach besetzt und einen langen Abnutzungskrieg im Sinne der USA dadurch verhindert. Die ganze Sache flog auf und man ließ erst einmal Gras darüber wachsen. Die Ukraine und Georgien sollten jetzt doch nicht in die NATO (was vorher schon geplant war!) und es ging erst einmal daran den Arabischen Frühling zu gestalten. Erst danach ging es weiter mit dem Plan von Brzezinsky und dem Kampf gegen Russland.

Wenn man in die Geschichte schaut und sieht, wie viele Leute teilweise schon sterben mussten, um einen Krieg zu legitimieren und das auch von Seiten der USA geschah, dann steht zu 99% fest, dass Litwinenko ein Auftragsmord westlicher Kreise war, um Europa zu spalten; in EU und Russland. Ansonsten hätte man den Raketenabwehrschirm nicht propagieren können und die Spaltung wollte man wohl, denn Russland wurde wirtschaftlich wohl einfach zu stark unter Putin.

In den Buch von Gerhard Wisnewski ist noch ausführlicher erklärt, warum es eigentlich klar ist, dass nicht die russische Führung um Putin Litwinenko ermordet hat. Er schildert Details über Hintermänner, kann aber auch keine 100%-ige Klarkheit bringen. Gerhard Wisnewski: Verheimlich, vertuscht, vergessen. Was 2007 nicht in der Zeitung stand. Seite 48-61.
(Anmerkung: In dem ersten Band von ihm standen auch noch Ereignisse aus dem Jahr 2006 – der Jahrgang ist also kein Fehler!)

Litwinenko in der Rolle von Erzherzog Franz Ferdinand? — Nicht ganz, dafür begann der erste Weltkrieg zu zeitnah. Prinzipiell kann man den Grundstein für die heutige Misere jedoch tatsächlich bei der Sabotage des Partnerschaftsabkommens Russland – EU sehen.