Protektion statt Freier Markt – zweitrangig sobald es gegen China geht!

Ich glaube das wurde noch nicht gemeldet, aber dabei blieb mir neulich die Spucke weg. Die USA verhindert eine Übernahme einer deutschen Unternehmenssparte durch ein chinesisches Unternehmen, indem es androht, dass es sonst die anderen Produkte des Unternehmens auf dem US-Markt behindern wird. Es geht um die LED-Sparte von Philips. Hätte das US-Unternehmen die Übernahme machen können, das deutlich weniger bot, dann wäre der Deaul wohl gelaufen. Protektionismus statt freier Markt. Ein lupenreines Beispiel westlicher Doppelmoral – ganz beiläufig in der FAZ beschrieben:

"Bei den Verhandlungen über den milliardenschweren Verkauf seiner Sparte Lumileds nach China ist der Philips-Konzern offenbar unter politischen Druck gesetzt worden. Nach Informationen der F.A.Z. hatte sich auch mindestens eine amerikanische Gesellschaft für die Sparte interessiert. Die Verhandlungen seien schon seit Langem geführt worden, die Offerte aus Übersee jedoch deutlich geringer ausgefallen als die aus China, berichtete ein mit dem Verkaufsprozess befasster Manager. Es soll um eine Differenz von rund einer halben Milliarde Dollar gegangen sein. Kurze Zeit nach dem offiziellen Aus für den amerikanischen Bieter habe die Aufsichtsbehörde, das Komitee für Auslandsinvestitionen in den Vereinigten Staaten (CFIUS), den Philips-Managern angedeutet, dass bei einem Verkauf an den chinesischen Mitbieter Importverbote für die bisherigen Philips-Produkte drohten."

Also entweder Verkauf an die US-Firma oder kein Verkauf! Freier Handel wird anscheinend immer nur durchgesetzt, wenn es dem Imperium nutzt. Dabei hatten die Chinesen eine halbe Milliarde mehr Cash geboten. Man kann ja Verständnis haben, wenn die EU eigene Firmensparten schützt, um notfalls eine lokale Versorgung zu gewährleisten, aber die Erpressung aus den USA ist der viel größere Skandal! Diese Meldung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat die Medien komischerweise jedoch ziemlich kalt gelassen.

Strategische Kommunikation – Bernhard Trautvetter

Dies ist ein kurzer Ausschnitt aus einem Vortrag von Bernhard Trautvetter über strategische Kommunikation. Wenn man ihn gehört hat, dann sind einem viele unglaubliche Euphemismen bekannt, wie man Krieg umschreiben kann und wie man Werbung für Krieg machen kann. Dabei führt er nicht einmal alles auf, denn „gewisse Kräfte wird man nicht mit der Yoga-Matte besiegen“.

Zu diesem Thema ist ebenfalls interessant, wie unsere Bundesregierung sich um den Begriff Krieg windet, da dieser so unpolulär ist und man dann noch mehr Probleme hat mit dem Völkerrecht, das man neulich gebrochen hat.

Sehr schön ist es auch, dass manchmal sogar in unserem Staatsfernsehen (zu Staatsfernsehen siehe hier) in der Sendung Extra 3 sich auf Thilo-Jung bezogen wurde und dort gezeigt wird, wie man Saudi-Arabien niemals als Diktatur bezeichnen will.

Gerhard Wisnewski – Verheimlicht, vertuscht, vergessen. Was nicht in der Zeitung stand.

Gerhard Wisnewski ist unabhängiger Journalist und Autor.  Er siehtsich selber als konservativ,  aber er hat mit dem System gebrochen und recherchiert ohne Tabus. Seit Mitte 2006 hat er alle Ereignisse der Jahre immer in Jahrbüchern behandelt und Dinge beleuchtet, bei denen Fragen offen geblieben sind. Er hat nicht den Anspruch, die Wahrheit gefunden zu haben, aber er stellt Fälle, die in den Medien verschwiegen oder zerredet werden chronologisch und detailliert dar, so dass man sich selber ein Bild machen kann und wirklich informiert wird. Es ist wirklich erhellend auch die alten Bücher von ihm zu lesen. Tut man dies, so bekommt man chronologisch einen Überblick, welche Dinge verschwiegen werden. Zum Beispiel lernt man, wie der Vertrag von Lissabon absolut undemokratisch durch das Europäische Parlament gepeitscht wurde – ohne dass es vor der Abstimmung irgendjemand hättte verstehen können. Die Details zur Ermordung des ehemalig russischen Agenten Litwinenko, der nun och einmal instrumentalisiert wurde und die Merkwürdigkeiten in diesen Fall kann man ebenso in dort lesen. Gerhard Wisnewskis Buchreihe war so erfolgreich, dass er inzwischen zwei schließlich zwei Buchreihen machte, wobei eine nur ungeklärte und merkwürdige Kriminalfälle thematisiert wurden – die es auch in Deutschland gibt – und einmal die Originalreihe mit den großen Themen.

Letztes Jahr hat dieses Buch „Verheimlicht, vertuscht, vergessen. Was 2015 nicht in der Zeitung stand“ viele Wochen ganz oben in der Spiegel-Bestsellerliste der Sachbücher gestanden. Dies war kurios, weil das relativ günstige und unheimlich spannende Buch der offiziellen Berichterstattung durch das Aufdecken von weiteren Fakten in vielen Fällen einfach nur demontiert wurde. Trotz des unheimlichen Erfolgs hat der Knaur-Verlag nun beschlossen, dieses Buch nicht mehr zu verlegen, weil er vermutlich dem Image des Verlags schaden würde. Herr Wisnewski spricht von einer einvernehmlichen Trennung, aber man weiß natürlich nicht, was wirklich gelaufen ist, damit solch ein wirtschaftlich unheimlich erfolgreiches Buch nicht mehr verlegt werden soll. Mein Tipp: Kaufen Sie sich das neue Buch, das bei einem anderen Verlag vermutlich im Februar erscheinen soll und kaufen Sie dann eventuell auch alte Ausgaben. Hier das ganz neue Interview mit Gerhard Wisnewski, wo er sich ganz aktuell äußert.

Hier noch ein Video, wo er im Interview bei Ken Jebsen war.