Keine Quellen aus Ostaleppo

Hier noch einmal ein Ausschnit des Journalistenteams, das in Syrien war. Dies war noch vor der kompletten Eroberung von Ostaleppo, wobei es sich lohnt, auch jetzige Stimmen von russischen Medien zu hören. Konkret geht es in diesem Ausschnitt um eine Frage an Eva Bartlett, eine Kanadische Journalistin, die ganz genau beantwortet, wieso die Medien lügen im Fall von Syrien – sie haben einfach KEINE Beweise und eine eindeutige Agenda.

Dies ist übrigens nicht so selten. Unsere Medien sind gerne postfaktisch. Der zweite Teil des Mc Claron-Reports zum russichen Doping hat angeblich 1000 (Zwangs-)Doper in Russland ausgemacht, womit wohl folgerichtig fast jeder Russe dopt. Allerdings 100% frei von Beweisen, wenigstens gibt es nicht einen konkreten Namen oder eine konkrete neue Probe, wer denn nun gedopt hat.  Es geht also auch ganz ohne Fakten – unsere Medien sind modern und gehen mit dem ausgerufenem Zeitgeist.

Die bellizistische ARD trommelt für Krieg

Der Weltspiegel in der ARD ist eine gute Sendung, um aktuelle Propagandalinien der Außenpolitik zu erkennen. Manchmal verirren sich hier auch gute Beiträge oder Beiträge, die einfach nur kuriose Lückenfüller sein sollen. Manchmal werden Beiträge auch zu Kronzeugen-Berichten, wenn sich die Propagandalinie dreht. Dann widersprechen ältere Beiträge auch mal der Propagandalinie und sorgen so für Aufklärung.

In der Ausgabe vom — befand sich wieder einmal besonders viel Propaganda und besonders soll hier auf einen Beitrag aus der Ukraine eingegangen werden. Da die Ukraine momentan meist ausgeblendet wird in den Nachrichten, ist dieser Beitrag etwas singulär und beachtenswert, denn wichtig ist die Ukraine noch immer.

Die Ukraine ist ein Land, dem viel versprochen wurde. Die Propaganda des Westens und vorwiegend der USA, dass es dem Land besser gehen würde, sobald man die noch grassierende (russische) Korruption/Armut mit (europäischen) Werten/Reichtum austauscht, ist im Land einer Ernüchterung gewichen. Die Korruption wurde nicht beendet und von den Problemen des Landes wird abgelenkt, indem man mit dem Finger auf den bösen Russen zeigt. Der Konflikt mit dem Donbass, der sich anders als die USA und Partner weigerte, den Putsch anzuerkennen, gilt als eingefroren. Die Krim ist inzwischen russisch und daran wird sich auch nichts mehr ändern. Die EU sieht das Land und ist momentan nicht bereit, den Ukrainern VISA-Freiheit zu geben. Vielleicht kommt die Visafreiheit eines Tages, wenn es wieder Nachschub an Billigarbeitern braucht, aber momentan gibt es von Billigarbeitern mehr als genug.

Die EU bevorzugt die Assoziierung ohne Aufnahme des Landes. Das bedeutet eine politische fast 100% Unterwerfung durch Übernahme von EU-Gesetzen und Vorgaben – bei gleichzeitig keinerlei Mitbestimmung in der EU. So erweitert die EU den Wirtschaftsraum, ohne Macht teilen zu müssen. Der Markt ist geöffnet, doch die Menschen in der Ukraine leiden.

Nun die Berichterstattung der ARD. Sie berichten über einen Veteranen, der einen Pizzalokal (wohl mit Lieferdienst) aufgemacht hat, das er „Pizza Veterano“ nennt. Der Inhaber ist Veteran und der Meinung, dass er wieder in den Krieg will. Das Leben mit seiner Familie ist ihm zu anstrengend. Im Krieg war alles einfach und man musste einfach nur in eine Richtung schießen. Nun ist das Leben schwieriger. Man verdient auch nur 150 Euro im Monat!

Beim Gründer von Pizza Veterano arbeiten noch andere Veteranen. Eine Psychologin kümmert sich um die Veteranen, aber alle Veteranen wollen wieder an die Front, da dort das Leben einfacher war und man eben nur in eine Richtung schießen muss. Dort können sie für ihr Land kämpfen. Gemeint ist als Front die innerukrainische Grenze zum Donbass hin, denn es ist von Debalzewe die Rede.

Zitat der Moderatorinnenstimme im Beitrag:

(Zu einem Veteranen): „Zurück in den Krieg, weil der Weg in den Alltag nicht mehr möglich ist. Die Familie zurücklassen, sein Leben riskieren für ein Land, in dem er sich im Stich gelassen wird.“

(Leonid ist der Chef von Pizza Veterano) „Würde Leonid auch zurückgehen in den Osten, zurück in den Krieg. Ja, er plant sogar schon. ER wird wieder Richtung Donezk fahren. Allerdings nicht, um zu kämpfen, sondern um Pizza zu backen für die Kameraden an der Front – Pizza Veterano.“

Die Moderatorin sagt nach dem beitrag: „Starke Geschichte!“

Man fragt sich, wie so etwas unkommentiert in der ARD laufen kann. Menschen wollen in den Krieg und dort wahrlos in eine Richtungschießen. Vielleicht sind dort Zivilisten, Frauen und Kinder. Das interessiert nicht, denn die Kommunikation ist einfach und man weiß, dass man von links und rechts geschützt wird. Denken ist nicht notwendig. Die gezeigten Veteranen sind auch noch Freiwillige, das heißt Propagandaopfer, die sich freiwillig gemeldet haben. Vielleicht waren es sogar paramilitärische Einheiten, auf jeden Fall jedoch noch keine Menschen, die wirklich gelernt haben, dass Krieg immer Mist ist.

Prinzipiell ist es gut, wenn Veteranen wieder in einen zivilen Alltag integriert werden. Doch wieso findet die ARD keine Soldaten, die sich nun für den Frieden einsetzen. Wieso nur diese Beispiele von Veteranen, die noch immer den Krieg verherrlichen?

Welche Deutsche produzieren so einen kriegsverherrlichenden Mist??? Die ARD – präsentiert von Ute Brucker.

Hier der Link zum Beitrag: https://www.youtube.com/watch?v=z-fsxk8wNso

Hier ein Link zur ganzen Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=UA1sjS0u9Kk

In der Senudng war ansonsten noch Syrien ein Thema. Dort konnten die Reporter leider nicht eine Person in Aleppo finden, die sich über Assad beschwerte, sondern nur Personen die glücklich waren der Opposition zu entkommen, die bislang mit Waffengewalt verhindert hatte, das sie fliehen.

Am Ende der Sendung kommt noch ein Bericht über den Yemen. Die USA haben nun die Waffenlieferungen an Saudi-Arabien eingeschränkt, weil es unschöne Bilder aus dem Yemen gab. Bilder von unterernährten Menschen aus dem Yemen können auch nicht lange geheim bleiben und so wurde einmal berichtet. Die Geschichte im Weltspiegel ist folgende: Im Yemen haben die Huthi-Rebellen geputscht. Der legitime Präsident ist in Saudi-Arabien. Die Huthi-Rebellen beschießen Saudi-Arabien und Saudi-Arabien REAGIERT darauf zugegebenerweise mit mehr Gewalt und auch Luftangriffen.

Was fehlt: Im Yemen gab es einen Präsidenten über 35 Jahre lang, der bei Unruhen im Rahmen des „Arabischen Frühlings“ abdankte. Daraufhin übernahm in einem Kompromiss ein neuer Präsident die Führung des Landes, der schon vorher mit in der Regierung war. Durch den Austausch des Machthabers an der Spitze, beruhigte sich die Lage.  Das lag auch daran, dass der neue Präsident alle US-Wünsche erfüllte und unter anderem eine Militärbasis im Yemen aufgebaut wurde, von der aus dort unten der Drohnenkrieg ausgeführt wurde – nicht nur im Yemen selber sondern auch in Somalia. Nach zwei Jahren hatten die Yemeniten die Schnauze voll und die Huthi-Rebellen haben ZUSAMMEN mit dem alten Präsidenten und großen Teilen des Militärs den Aufstand geprobt und in einem doch relativ breiten Bündnis des Präsident vertrieben, der nach Saudi-Arabien floh. Natürlich war der kleine Yemen nicht so doof das viel größere und hochgerüstete Königreich Saudi-Arabien anzugreifen. Wer das glaubt, erklärt alle Yemeniten zu Idioten. Es war Saudi-Arabien, das mit Berufung auf den zu ihnen geflohenen Präsidenten, nun den Yemen angriff. Dieser Krieg tobt schon seit zwei Jahren und die Welt schaut weg. Da der Yemen auch nicht an so viele andere Länder grenzt, steht das Land isoliert da. Das eigentlich reichhaltige Land leidet unter dem Krieg, mangelndem Reichtum und hat noch immer einer sehr hohe Geburtenrate von 6 Kindern pro Frau. Solche Informationen gibt es in der ARD natürlich nicht, denn dort sind die Schurken die Huthi-Rebellen, die man als Schiiten als Irans Bösewichte verkaufen kann, sowie eben die „etwas übertriebene“ Härte bei der Reaktion Saudi-Arabiens.

Sehr interessant fand ich den interessanten Beitrag zu Myanmar. Hier wurden Menschen, die positiv dargestellt wurden, die gegen die Regierung sind. Die Regierung bekämpft momentan ein paar Muslime. Ich habe vor, mich demnächst zu informieren, ob diese negative Erwähnung der Regierung von Myanmar damit zu tun hat, dass die Regierung sich nicht gegen China in Stellung bringen lassen will. Dies bedarf aber noch einer Recherche.