Die City of London und die Wallstreet

Dieses Video von Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger ist mit Vorsicht zu genießen und ich empfehle allen Besuchern dieser Seite sich zuerst andere Videos anzuschauen. In dem Video erzählt Herr Berger einen selektiven Abriss einer Wirtschaftsgeschichte von der amerikanischen Unabhängigkeit bis zu den heutigen Finanzkrisen und rückt dabei den angloamerikanischen Finanzkapitalismus in den Vordergrund.

Ich habe dieses Video gepostet, weil man durch dieses Video vielleicht einen Eindruck gewinnt, wieso es heute eine Opposition aus den Reihen der kontinentaleuropäischen Wirtschaftseliten gibt, insbesondere denen aus Deutschland und Frankreich, die sich gegen die Interessen der anlgoamerikanischen Hochfinanz stellen, welche den Dollar und die amerikanische Hegemonie im Blick haben. Hier gibt es Interessenkonflikte und es ist kein Wunder, dass bespielsweise die AfD keine Partei ist, die von „unten“ kommt.

Vorsicht!

Ein paar Aussagen in dem Video sind hier nicht ausreichend belegt oder scheinen auch nicht ganz richtig zu sein. Ich zitiere hier zwei kritische Kommentare von Youtunutzern die bei Youtube zu dem Video gepostet wurden:

Rythmpearl: Hallo! Ich würde gerne wissen, wo man den Brief von Rothschild von 1863 im Internet finden kann. Was war die Quelle dafür?
Nerdy Animations: Um mal ein paar Dinge richtig zu stellen:
Die City of London ist KEIN „exterritoriales Gebiet“. Die City of London ist KEIN autonomer Staat, sondern gehört zum Vereinigten Königreich. Britische Gesetze gelten in der City genauso wie außerhalb. Die City of London ist eine zeremonielle Grafschaft im Stadtgebiet Londons und nicht viel mehr als eine Stadt in einer Stadt. (…) Der Lord Mayer hat NICHT das Recht, dem Monarchen den Zutritt zur City zu verweigern!
Die in der City angesiedelten Unternehmen haben ein Stimmrecht, weil es in der City mehr Arbeiter von außerhalb als Einwohner gibt. Auf jeden Einwohner der City kommen 43 Menschen, die in der City arbeiten, aber nicht leben. Dass die in der City angesiedelten Unternehmen nicht gerichtlich belangt werden können, ist totaler BULLSHIT!
Noch eine Warnung:
Geschichte kann man sehr unterschiedlich erzählen. Sie können die politischen Entwicklungen der letzten 200 Jahre auch plausibel erklären ohne die Begriffe Wallstreet oder City of London zu benutzen. Machen Sie nicht den Fehler zu denken, das sei jetzt die Wahrheit! Es gibt nicht die eine Wahrheit und nicht das rein Böse.
Der heutige Kapitalismus relativiert Konfliktpotentiale, aber er schafft auch aber auch neue Kriege. Überall handeln Menschen und je größer die Möglichkeiten des Machtmissbrauchs, umso schlimmer sind die Folgen. Das ist normal! Man darf jedoch nie den Fehler machen Schuld zu relativieren! Die deutschen Nationalsozialisten der NS-Zeit haben unheimliche Schuld auf sich geladen. Ebenfalls absolut verwerflich sind die Verbrechen von IS (=Islamischer Staat). Dass irgendwo an den Kriegen jemand mitverdient hat oder zuvor politische Radikalisierungsprozesse begünstigt hat, kann nie eine Entschuldigung sein für schwere Verbrechen gegen die Menschichkeit!

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