Die Revolutionsprofis: Wie die USA andere Staaten erpressen

Die Revolutionsprofis ist der Titel einer Sendung des ORF, die nach dem „Arabischen Frühling“ gedreht wurde. Damals war der Westen begeistert, weil nun eine neue Zeit anbrechen würde und die viele arabische Staaten fielen und plötzlich die Demokratie Einzug erhalten sollte. Den westlichen PR-Profis war dies ein Fest, denn so konnte man einen breiten Teil der Bevölkerung davon überzeugen, dass die amerikanische Kultur Staaten gerechter machen könnte, und dass dies ausgerechnet mit Facebook machbar sei, denn alle Revolutionäre seien über Facebook miteinander in Kontakt gekommen. So lässt es sich erklären, weshalb dies Dokumentation im ORF möglich war und wieso sie nicht in den Archiven verschwand, obwohl die häßliche Seite amerikanscher Machtpolitik gezeigt wird.

Worum geht es: Es geht darum, dass sich die USA damit brüsten jedes Regime, welches Ihnen nicht als demokratisch erscheint stürzen zu können. Dies sei ganz einfach, denn man müsse nur die Schwachstellen einer jeden Regierung herausfinden, Medienberichte lanzieren und unzufriedene junge Menschen mobilisieren.

Diese Taktik funktioniert sehr gut bei kleineren Ländern und diese Macht wird ausgenutzt, so dass die Regierenden aller Länder dieser Erde entweder den Dollar als Weltleitwährung anerkennen und ihre Märkte den Kapitalinteressen öffnen, wie es die WTO oder der IWF wollen, oder sie müssen mit dem Einsatz von OTPOR beziehungsweise von anderen Revolutionsprofis rechen. Inzwischen wissen wir,  dass diese Methode des Regime-Change nicht immer funktioniert. In Syrien hatte sie bisher versagt und in Russland ebenso, obwohl auch nach Russland massiv Kapital geflossen ist, um dort die Regierung zu wechseln, beziehungsweise der Demokratie zu helfen, wie es offiziell genannt wird.

Innerhalb von Europa fühlen sich die Menschen informiert und können das Perfide an diesen Methoden oft nicht erkennen. Wenn die die Menschenrechte beachten, dann haben die doch keine Probleme. Was es bedeutet, wenn ein Land mit 145 Millionen oder sogar mit 1,3 Milliarden eine „demokratische“ Revolution erleben würde und dann dem notleidenden Volk durch Kredite des IWF unter die Arme gegriffen wird unter den Bedingungen der Aufgabe jeglicher Sozialpolitik, das will man sich nicht einmal vorstellen.

Wie viele Menschen sterben momentan in China an Hunger und wie viele würden dort verhungern, wenn es – z.B. ausgehend von westlich hofierten Protesten in Hongkong – zur „demokratischen“ Revolution kommen würde? Würde die Wirtschaft so aufleben wie in den liberalen 90-er Jahren in Russland (furchtbare Kriminalität und teilweise hungernde Bevölkerung bei Entstehung von vielen Oligarchen unter Mitwirkung des IWF)? Würde das Land unter Mithilfe von Banken so erblühen wie jetzt Griechenland? Wir müssen uns doch nicht wundern, wenn solche Länder gegenüber westlichen Einflüssen auf ihre Medien sensibel reagieren.

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