Warum gibt es Oligarchen nur im Osten? Sprachregelungen in Presse und Politik

Unsere sehr ausgeglichene Presse benutzt feste Sprachregelungen, an die sich auch unsere Politiker halten. NATO – Staaten, vielleicht noch mit Ausnahme der Türkei, betreiben niemals Propaganda. Sie vertreten nur ihre Interessen, wollen Werte verteidigen oder sie engagieren sich für Demokratisierung. Daher glaubte sogar unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel, dass Denken in Einflussphären alt sei und heute nur wieder von den Russen praktiziert wird. So etwas tut der Westen doch nicht.

Es gibt auch in keinem einzigen westlichem Staat Oligarchen, womit die Ukraine wirklich ein Novum wäre, wenn sie endgültig in die NATO kommen sollte. Oligarchen gibt es nur im ehemaligen Ostblock. Amerikanische Milliardäre, die sich massiv in der Politik engagieren und einen Einfluss nehmen, von dem normale Bürger nur träumen können, werden niemals als Oligarchen bezeichnet, sondern es handelt einfach nur um Superreiche und um die Elite eines Landes.

Ebenso ist es in China. Dort gibt es Parteikader, Funktionäre, usw. Von einfachen Polizisten, Beamten, Staatsbediensteten oder harmlosen Behörden wird nur selten berichtet. China hat eine kommunistische Führung, die natürlich schon lange alle Ideale verraten hat und einen Turbokapitalismus praktiziert, wobei man sich fragt, ab wann ein Kapitalismus im Turbo-Modus funktioniert.

Die sprachlichen prägt die Wirklichkeit und unser Denken, weshalb genau darauf geachtet wird, welche Ausdrücke wann verwendet werden. Nun wäre dagegen nichts einzuwenden, wenn man Begriffe klar definieren würde, um sie hinterher in der Wirklichkeit anzuwenden. Leider ist das nie der Fall. Heute dienen Begriffe der Diskreditierung der Gegenseite im Medienkrieg und sie werden bewusst nicht definiert. Noch nie gab es eine Debatte nach welchen Kriterien der Begriff Unrechtsstaat vergeben werden sollte. Ab welchem Moment geht der Kommunismus in den Sozialismus über. Wann ist eine Markwirtschaft noch sozial und bis zu welchem Grad der Regulierung ist sie frei. Gibt es einen Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft? Heute werden alle diese Begriffe nie definiert und je nach Propagandazweck Staaten zugeordnet. Danach organisiert man Talkshows in denen die Kritiker in den Minderheit sind und argumentiert auf emotionaler Ebene über die vielen Ungerechtigkeiten, die es in anderen Ländern doch alle schon gegeben hat. Eine Definition des Begriffs Unrechtsstaat wird niemand wagen, denn sonst könnten darunter plötzlich auch andere Staaten fallen, die foltern, gegen internationales Recht verstoßen und es mit den Menschenrechten entweder nicht so genau nehmen oder sich überhaupt nicht an sie gebunden fühlen, wenn man beschließt einen Menschen zum Terrorverdächtigen zu ernennen.

Hier ein Artikel auf sott.net in dem es um den Begriff „Oligarch“ geht und welcher amerikanische und russische Oligarchen vergleicht.

Anmerkung: George Soros, der US-Oligarch mischt sich offen in die Politik osteuropäischer Staaten ein mit Finanzmitteln seiner Open-Society-Foundation. Das schreibt die FAZ:

„George Soros hat als Investor Geld damit verdient, dass er gegen eine Überbewertung des britische Pfundes spekulierte. Inzwischen finanziert er mehrere Think Tanks. Über seine „Open Society Foundataion“ bezuschusst er seit Jahren Oppositionsbewegungen in mehreren osteuropäischen Staaten.“

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