Was macht man mit den 8 Millionen Russen?

Es ist schon eine Weile her, dass ein Telefonat von Frau Timoschenko öffentlich würde. Dieses galt als Skandal, weil sie sich mit einem Kiewer Abgeordneten unterhielt und dort sagte, dass sie Putin auch persönlich eine Kugel in den Kopf jagen würde.

Die noch brisantere Stelle, wo sie sagte, dass man die 8 Millionen Ostukrainer mit einer Atombombe beseitigen müsste, nannte sie allerdings manipuliert.

Gehen wir davon aus, dass diese Stelle wirklich manipuliert wurde, liegt der eigentliche Skandal jedoch ganz woanders. In dem Gespräch sagt der ukrainische Abgeordnete ohne irgendwelche Manipulation in bester Qualität, dass man nun das Problem hätte 8 Millionen Russen noch im Land zu haben, die zu einer Art Paria würden. Dem wird nicht widersprochen von Timoschenko. Daraus geht hervor, dass es in oligarchischen Kreisen in Kiew durchaus allgemein gängige Überzeugung ist, die russischsprachigen Ostukrainer – und zwar die kompletten 8 Millionen (!) als Russen anzusehen.

In diesem Sinne ist es auch kein Wunder, wenn ukrainische Politiker immer von Russen in der Ukraine spricht. Für große Teile der ukrainischen Bevölkerung sind die russischstämmigen Ostukrainer halt ein Unglück in der ukrainischen Geschichte, weil man das ganze Territorium der Ukraine alleine für ukrainischstämmige Ukrainer haben will und es die Russen am besten zu vertreiben gilt. Und was macht die deutsche Politik – wegschauen!

 

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