Die (bislang zensierte) Arte-Dokumentation „Täuschung – Die Methode Reagan“ von Dirk Pohlmann

Diese Arte-Dokumentation von Dirk Pohlmann wurde momentan auf Eis gelegt. Es ist nicht klar, ob sie jemals im normalen Fernsehen gesendet wird, denn sie ist politisch zu brisant. Die Dokumentation heißt: „Täuschung – Die Methode Reagan“

Der Inhalt: Im Jahr 1981, als Ronald Reagan Präsident wurde, hat die USA gewusst, dass sie den Sowjets nicht zuletzt wegen der Fortschritte im Bereich der Mikroelektronik (Computer) und der Wirtschaft haushoch überlegen waren. Deshalb wechselte die USA die Strategie im Kalten Krieg und ging zum Angriff über – man wollte den Kalten Krieg nicht beenden, sondern gewinnen. Dazu zwang man die Sowjetunion systematisch in einen Rüstungswettlauf, der sie ruinieren würde. Bis hierhin wäre die Dokumentation inhaltlich kaum brisant, doch es sind die Methoden, wie dies geschah, die brisant sind:

  • Man finanzierte 8 Aufstände – unter anderem in Afghanistan, welches man zum sowjetischen „Vietnam“ machen wollte.
  • Die USA hatten eine Spezialabteilung, die auch „Täuschungskomitee“ genannt wurde.
  • Der sowjetische Agent für Technologierdiebstahl wurde über den französischen Geheimdienst Doppelagent. Die Amerikaner fütterten ihn mit gefälschter Software, falschen Bauplänen und falschen Mikrochips, die nach kurzer Zeit versagen würden oder Trojaner hatten.
  • Eine amerikanische Spezialeinheit hat sogar eigene Soldaten überfallen, wobei man eigene Soldaten dem Waterboarding ausgesetzt hat, um die Kampfbereitschaft der eigenen Soldaten zu erhöhen.
  • Man hat den Ölpreis mit Hilfe der Saudis manipuliert, um die Einnahmen der Sowjets zu schwächen.
  • Die USA nutzten ihre Überlegenheit und bedrohten die Sowjets so sehr, dass diese Sorgen vor einem US-Erstschlag bekamen. Dadurch brachten sie die ganze Welt in Gefahr.
  • Das offiziell neutrale Schweden war dafür auserkoren als militärische Basis in einem Nuklearkrieg zu dienen, da man davon ausging, dass Deutschland im Ernstfall als erstes pulverisiert werden würde. Nun waren leider in Schweden die Sozialdemokraten sehr stark, die Kriege generell ablehnten. 1981 versuchte man deshalb die öffentliche Meinung (nicht nur in Schweden) zu manipulieren, indem man mit Hilfe eines sowjetischen Kollaborateurs ein russisches U-Boot bewusst in einem schwedischen Fjord auf Grund setzte. Der Vorfall ist historisch bekannt, doch brisant ist bei der Dokumentation, dass dies nicht durch einen technischen Fehler der Sowjets geschah, sondern, wie verschiedene Zeitzeugen in der Dokumentation aussagen, wohl durch Kollaborateure und nach der Planung des US-„Täuschungskomitees“. Trotzdem wurde in Schweden Olof Palme kurz darauf gewählt, woraufhin kurz nach seiner Vereidigung hundertfach „U-Boot-Periskope“ gesichtet wurden. Dabei handelte es sich nicht um sowjetische U-Boote, sondern um italienische Mini-U-Boote. Olof Palme wollte den Ausgleich mit den Sowjets und setzte sich für eine gemeinsame und friedliche Sicherheitspolitik ein. Als Olof Palme in Moskau war, hatten die Sowjets ihn sogar ermutigt die angeblichen U-Boote zu bombardieren. Das tat man auch mit viel Medienpräsenz, doch niemals wurde ein U-Boot wirklich abgeschossen. Der Grund: Die höchsten schwedischen Admiräle wussten, dass NATO-U-Boote vor der schwedischen Küste operierten, aber sie sagten es nicht der gewählten Regierung unter Olof Palme. Sie konspirierten im Schulterschluss mit der NATO gegen den eigenen Ministerpräsidenten, da sie diesen für einen Agenten der Sowjets hielten. Deshalb hielten sie zur NATO und belogen die eigene Regierung und das eigene Volk. Der Effekt: Im Jahr 1981 fühlten sich nur 27% der Schweden von den Sowjets bedroht, im Jahr 1983 waren es 83%. Die Friedensbemühungen von Olof Palme waren sinnvoll torpediert worden.
  • 1986 waren sich auch die Sowjets schon lange darüber im Klaren, dass sie den Kalten Krieg nicht gewinnen konnten. Michail Gorbatschow war an die Macht gekommen in Moskau und man wollte über Frieden und den U-Bootkrieg reden. Olof Palme wurde 1986 nur 4 Wochen vor der geplanten Moskaureise auf offener Straße erschossen. Der Mord ist nicht aufgeklärt, doch Michail Gorbatschow sagt in dieser Dokumentation, dass er davon ausgeht, es war ein politischer Auftragsmord.

Fazit: Die Dokumentation ist von allerhöchster Brisanz. Die Masche mit den U-Booten vor Schweden wurde letztes Jahr im Propagandakrieg gegen Russland wiederbelebt. Die Aussagen zum Vietnamkrieg bestätigen die längst bekannten Ausführungen von Zbigniew Brzezinski, der stolz darauf ist, dass die USA die Sowjetunion in einen Krieg gegen die radikalislamischen Taliban zwingen konnte. Die False-Flag-Operationen innerhalb des amerikanischen Militärs, um die Kriegslaune bei diesen und an der Heimatfront zu erhöhen, sind ebenfalls noch heute brisant. Besonders heftig ist jedoch, wie man am schwedischen Beispiel erkennen kann, dass die NATO in der Lage war (und wohl noch in der Lage ist) großformatige und höchst effektive Geheimoperationen durchzuführen, ohne dass die gewählten Regierungen informiert sind. Dies bestätigt genau die Strukturen, die Daniele Ganser in seinem Buch über die Geheimarmeen der NATO (hier Link zu Videovortag von Daniele Ganser) beschreibt – sie agieren wirklich an den eigenen Parlamenten vorbei! Nebenbei verlieren natürlich auch so Theorien an Glaubwürdigkeit, die Saudis würden aus purem Eigeninteresse gegenüber dem Iran oder aus Konkurrenz gegenüber dem US-Fracking heute die OPEC blockieren und für günstige Rohölpreise sorgen. Da die wohlwollende Außenpolitik der USA gegenüber Saudi-Arabien sich nicht verändert hat, zielt diese Politik eindeutig nur auf die Schwächung Erdöl-/Ergas-exportierender Staaten wie Russland und Venezuela.

Es bleibt als spannend, ob diese schon fertige Dokumentation jemals im normalen Fernsehen gesendet wird. Hoffentlich bleibt sie überhaupt bei Youtube präsent. Sehr empfehlen kann man auch das Interview von Dirk Pohlmann, des Machers der Dokumentation, bei KenFM, welches er vermutlich gegeben hat, um die Erkenntnisse seiner Dokumentation und seinen Erkenntnissen doch noch einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

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