Obama der Klimaretter und Ökovorreiter?

Der Friedensnobelpreisträger Obama wird momentan von der Presse gelobt wie seit langem nicht. Kritik an ihm ist Fehlanzeige. Alleine die Tagesschau und die Tagesthemen haben jede PR-Nummer mitgemacht, die momentan in den USA angelaufen ist.

Eine dieser PR-Geschichten ist die vom Klimaretter und auf diese alleine soll sich hier konzentriert werden!

Dazu meine Meinung:

Die USA werden die Energiewende vollziehen, um nicht einen Nachteil gegenüber China zu haben, die die Energiewende vorantreiben werden. Da die USA 2014 ein Bruttoinlandsprodukt von 17,5 Billionen Dollar hatten, könnten sie diese Energiewende auch gut finanzieren, zumal die Kosten eine echte Investition wären und echte Werte schaffen würden.

Sobald die Energiewende eine Frage der Nationalen Sicherheit wird, wird die Energiewende in den USA kommen. Dank Wirtschaftsspionage, verdammt großen wirtschaftlichen Mitteln und viel Sonne, ist die nur eine Frage der Zeit.

Nur wer extrem naiv ist glaubt, dies habe auch nur einen Funken mit Angela Merkel zu tun, wie das im Zuge des G7-Gipfels von Elmau so kommuniziert wurde. Dehen wir nicht alle noch das Bild wie Obama vor einer grünen Wiese auf einer Bank saß?

Ein Scherz? Nein! Die Chinesen treiben ihre Energiewende voran und werden sie weiter vorantreiben.

Benedigt Voigt schrieb am 27.7.15 in einem Artikel des Tagesspiegel:

„Chinas Führung setzt in ihrem aktuellen Fünfjahresplan auf qualitativ hochwertigeres, nachhaltigeres und ökologischeres Wachstum. Das Land will sich wandeln, von der verschmutzten Werkbank der Welt zum saubereren Hightechstandort und Konsumgiganten. Für diesen Strukturwandel ist die Führung bereit, schmerzhafte Maßnahmen zu ergreifen. In dieser Woche verordnete sie rund 1400 Firmen in wichtigen Industriesegmenten wie Stahl, Papier, Kupfer oder Zement eine Kürzung ihrer Überkapazitäten. Manche Produktlinien müssen ganz geschlossen werden. Damit unterstreicht die Regierung, wie ernst sie es mit nachhaltigerem Wachstum meint.“

Auch Claudia Kemfert stellte schon 2013 in ihrem Buch „Kampf um den Strom “ fest:

 „Dass ausgerechnet die Chinesen auf Grüne Technologien setzen, der Staat Industrien wie Elektromobilität und Solarbranche massiv fördert, kann als Indiz dafür gelten, dass es bei der Energiewende längst nicht mehr allein um Umweltschutz und Klimawandel geht: Die Ökorevolution ist längst ein knallhartes Geschäft geworden.“

Rasmus Reinvan und Bjørn Brunstad prognostizieren, die eine 2014 eine Prognose für das Buch: „Der neue Bericht des Club of Rome“ von Jorgen Randers geschrieben haben, schreiben:

„[China] wird sich hinsichtlich der größten Herausforderung des 21. Jahrhunderts als äußerst effektiv erweisen: dem Unvermögen derzeit noch vorherrschenden ressourcenintensiven und umweltverschmutzenden Produktionsweisen, der Weltbevölkerung langfristigen Wohlstand zu geben. (…) China wird bei der Abwendung vom fossilen Zeitalter schon früh eine bedeutende Rolle spielen – wesentlich motiviert durch seinen eigenen Entwicklungsbedarf, eine vergleichsweise schwache nationale Rohstoffbasis und einen guten Blick für strategische Positionierung.“

Paul Gilding vertritt in seiner Prognose im selben Buch die Meinung, dass es mit der Durchsetzung neuer Technologien oft länger dauert als man es annimmt, aber dann doch schneller geht als man denkt, sobald sie wirklich wirtschaftlich sind. Diesen Effekt sieht er für die Solarenergie kommen.

Die Berichterstattung über China ist eigentlich immer negativ.

Wer hat schon das letzte Mal positive Nachrichten Chinas gehört. Ihren Kampf für den Umweltschutz zum Beispiel. Es werden fast immer hart arbeitende Menschen gezeigt, die Schicksalsschläge hatten oder Opfer irgendeines speziellen Missstandes wurden. Dann wird erzählt, dass sie sich keine der neuen Wohnungen leisten können, die der chinesische Staat in seinem Bauwahn und seinem ungehemmten Wachstumswahn errichten lässt. Abgesehen davon, dass bei zu hohen Wohnungspreisen, der massive Wohnungsbau das zu 100% korrekte Rezept ist, kann man sehen, wie der chinesische Staat geplant unheimliche Investitionen tätigt, um immer mehr Menschen eine Wohnung und mehr Wohlstand zu verschaffen. Dabei gibt es Verlierer, aber die gibt es auch anderswo und alle Statistiken, die Erfolge in der globalen Armutsbekämpfung zeigen, beruhen in erster Linie auf dem Aufstieg vieler Chinesen aus der Armut und aus der existenziellen Not.

Falls die Solarenergie billiger wird als die Kohlekraft, was absehbar ist, dann wird China massiv investieren und nur nur jedes Dach bekommt Solaranlage.

Auch in China gibt es viel Sonne, das nötige Know-How und die Mittel. Falls den USA also kein Umsturz oder eine Destabilisierung in China gelingt, werden wir in China eine Energiewende erleben, die dem jetzigen Wohnungsbau („Bauwahn“) in nichts nachsteht. Deshalb werden die USA auch eine Energiewende vollziehen, obwohl sie offiziell nicht in den Markt eingreifen wollen.

Angesichts dieses Hintergrunds sind die zahlreichen Berichte  über Obama absurd. Wenn wir Deutschen Verantwortung hatten, an diesem Wandel, dann nur, weil die Imagekampagne auch für uns gemacht wurde.

Noch ist die Energiewende träge und die Industrie will nicht, weil die Energiepreise so niedrig sind. Erdöl wird bewusst billig gehalten, um die Exportländer zu schwächen. Die Kohle wird auch noch 300 Jahre reichen, schätzt man und sie ist billig. Da kann sich aber sofort ändern, wenn die Saudis drosseln und ein Imperium wie die USA werden schon schauen, dass sie rechtzeitig dabei sind.

Noch einmal: Mit Merkel hat das NICHTS zu tun und mit Obamas Vorliebe für die Umwelt auch nicht.

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