Professor Rothfuß aus Tübingen – Vorsitzender „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“

Professor Dr. Rainer Rothfuß lehrt an der Universität in Tübingen. Dort hat er eine Vortragsreihe mit dem Titel Clash of Civilisation organisiert, bei der auch Dr. Daniele Ganser aufgetreten ist. Daraufhin bekam er Probleme mit einigen Kollegen und Kritik, aber er hat trotzdem beschlossen, sogar Ken Jebsen ein Interview zu geben.

Die Kernaussage von seinem Vortrag lautet, dass Kriege nicht möglich sind, wenn die Menschen kein Feindbild haben. Auf die Frage, was eine Feindbildgenese ist, antwortet Herr Rothfuß:

Sie werden nie weder Soldaten noch den Rückhalt der Bevölkerung mobilisieren können, wenn Sie nicht ein Feinbild haben. Dieses Feindbild kann entstehen entweder aus realen Handlungen eines Gegenüber oder aber auch aus der Überzeichnung der Bewertung von Handlungen eines Gegenübers; ein Feindbild kann aber auch künstlich erschaffen werden, d.h. ich kann auch dem Gegenüber Handlungen in die Schuhe schieben, kann sie selbst verursachen, dem anderen zuschreiben und im öffentlichen Diskurs dann so verkaufen, dass das Gegenüber verantwortlich ist, diese Provokation begangen hat, dieses Verbrechen begangen hat. Und damit mobilisiere ich Rückhalt für ein härteres Vorgehen gegenüber meinem Gegenüber. Die Frage, die wir uns stellen als Konfliktforscher, die natürlich immer normativ in Richtung Friedenssicherung denken, ist:Welche Mechanismen spielen sich da ab? Und Wie können wir sie frühzeitig erkennen und im Sinne des Allgemeinwohls Friedenssicherrung letzendlich auch darauf hinweisen: Schaut hier, was berichtet wird, was im Diskurs sich festgesetzt hat als Bewertung  des Feindes, des Gegenübers, entspricht nicht der Realität. Und diese Mechamismen zu dechiffrieren, offenzulegen und Bewusstsein zu schaffen, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Und wie gesagt, Gewalt ist eine Eskalationsstufe in einem Konflikt die nicht direkt, also die erste Stufe darstellt, sondern sie braucht eine vorbereitende Stufe. Das ist die der Feindbildgenese.

In dem Zitat aus dem Interview, das Ken Jebsen mit Herrn Rothfuß gemacht hat, habe ich fett markiert, welchen Anspruch Herr Rothfuß an sich selber stellt. Dass er diesen Anspruch durchaus ernst nimmt, merkt man an seinen mutigen Entscheidungen, Dr. Daniele Ganser einzuladen, Ken Jebsen ein Inerview zu geben, usw. Es kann auch nicht verwundern, dass Herr Rothfuß zu einem Russlandversteher wird und kritisch gegenüber den USA ist, wie man in folgendem Ausschnitt aus dem Interview erkennt, wo Herr Rothfuß die Frage nach seinem eigenen Feindbild beantwortet:

Mein Feindbild ist Lüge Bigotterie, das heißt ich schmücke mich mit humanistischen Idealen, ich gebe vor, ich will Frieden, ich will Dialog, aber im Kern bediene ich eigentlich Interessen einer gewissen Macht, deren Namen ich nicht nennen will. Das hat sehr stark um sich gegriffen meiner Meinung nach hierbei uns auch im Westen diese unreflektierte, stark interessengeleitete Haltung. Das ist mein Feindbild, das ist also eigentlich dieser fehlende Mut, wenigstens zu den eigenen Interessen zu stehen, also das heißt mit offenem Visier ins Feld zu gehen und zu kämpfen. Und, Diffamierung statt Auseinandersetzung mit Argumenten, diese Strategie zu verfolgen, das ist mein Feindbild und, äh, das lasse ich mir gerne entzaubern, aber, da muss ich wahrscheinlich noch eine Weile warten.

Hier das Interview, das er Ken Jebsen gab:

Kurioserweise ist Prof. Dr. Rainer  Rothfuß bevollmächtigter Vorsitzender der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Dazu wurde er erst im Jahr 2014 benannt, aber dem Gremium dieser Organisation ist er inzwischen so suspekt, dass sie nun eine Mitgliederversammlung einberufen und Herrn Rothfuß absetzen wollen, wenn sie es schaffen hierfür eine Mehrheit zu finden.

Dies kann man auf der Seite des Nachrichtenkanals News-Front lesen, der auf der Krim beheimatet ist.

Offizieller Grund für die Rücktrittsforderung ist ein Interview von Prof. Dr. Rainer Rothfuß mit dem russischen Sender, in dem er sich „aus der Perspektive der kritischen Geopolitik mit der Weltpolitik beschäftig und ein echter Russlandversteher ist. Das Interview besteht aus zwei Teilen und ist sehr empfehlenswert.

Fazit: Ein echter Russlandversteher!

 

 

 

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