Diffamierung gegen China – angeblicher staatlicher Organhandel im Nazi-Style

Kaum jemand bezweifelt, dass die USA die Supermacht des 20. Jahrhunderts waren, nachdem sie das britische Empire beerbt hatten. Momentan holt China jedoch auf, da dort 1,4 Milliarden Menschen leben und die Wirtschaft so stark wächst wie bei uns zu Zeiten des Wirtschaftswunders.
Dies führt dazu, dass die Berichtserstattung über China in den westlichen Medien nicht objektiv ist. Im kommenden Krieg, der mindestens auf der Ebene eines Wirtschaftskrieges geführt werden wird, ist es wichtig, den Gegner schon frühzeitig zu diskreditieren. Deshalb wird es schwer sein, Positives über die chinesische Regierung in den westlichen Medien zu hören.
Ein besonders hässliches Beispiel für rufschädigende Propaganda kann man in der Berichterstattung über den chinesischen Organhandel sehen. Westliche Menschenrechtler sind nämlich angesichts des Organhandels in China „besorgt“ und viele Fernsehsendungen für das Bildungsbürgertum machen auf diesen Missstand aufmerksam. Nun muss man sich die Frage stellen, ob die Menschenrechtler und diese Fernsehdokumentationen von tiefer Sorge um die Menschenrechte oder als Auftrag der Diffamierung eines konkurrierenden politischen Systems zu verstehen sind. Dazu soll hier in erster Linie die Dokumentation „Ausgeschlachtet – Organe auf Bestellung“ untersucht werden, die im deutschen öffentlich rechtlichen Fernsehen gezeigt wurde.

Die Vorwürfe:

Die Regierungspartei in China betreibt systematische Folter und systematischen Massenmord. Einerseits weil sie die friedliche und unpolitischen Kritiker der Fallun-Gong- Bewegung terrorisieren wollen, andererseits jedoch, weil sie am Organhandel kräftig verdienen. Menschen werden massenhaft auf Bestellung getötet und ihnen werden die Organe teilweise sogar bewusst noch in lebendem Zustand entnommen. Die Gefangenen werden nicht mehr als Menschen, sondern als Tiere angesehen und landeten an manchen Orten auch systematisch noch im lebenden Zustand und halb auseinandergenommen im Müll und in der Verbrennung. Selbst Mittäter dieses Systems fürchten um ihr Leben. Diese Vorwürfe sind zwar ungeheuerlich, aber ebenso unvorstellbar war auch der Holocaust, bevor man ihn aufgedeckt hat. Folglich sollte man aus historischer Verantwortung heraus „China befreien“, da die chinesische Regierung auf einer Stufe mit dem Hitler-Regime steht.
Welche Beweise gibt es für diese Behauptungen?
In China war es wohl üblich, dass man Hingerichtete durchaus als Organspender genutzt hat und hat dies auch nicht verheimlicht. Bei der Zahl von durchgeführten Organtransplantationen lag China den Berichten zufolge nach den USA auf Platz 2, obwohl es in dem Land keine zentrale Organspenderkartei gibt und nicht immer alle Organe kompatibel sind. Außerdem gibt es einzelne Zeugen, die über solche Zustände in China aussagen du es gibt Telefonmitschnitte, die beweisen sollen, dass chinesische Kliniken schnell gute Organe organisieren können.
In der Ansage der Dokumentation wird schon gesagt, dass Augenzeugenaussagen und medizinische Fakten keinen anderen Schluss zulassen als den, dass in China Menschen wegen ihrer Organe systematisch getötet werden.
Dieser schon vorweg genommen Schluss, der auch in der Dokumentation immer wieder zu hören ist, scheint jedoch nicht so einfach zu sein, wenn man Aussagen aus der Dokumentation genauer betrachtet.
„Das Krankenhauspersonal verdient gut daran. Da wird niemand reden und die Opfer sind alle tot. Es gibt keine offensichtlichen Beweise wie eine Smoking Gun in einem Krimi.“
„Dieses Verbrechen hinterlässt keine Spuren. Es findet in einem Krankenhaus im OP statt. Da gibt es hinterher keine Beweise. Deshalb ist es nicht leicht, diesen Vorwurf zu untermauern. Wir müssen die Sache anders angehen.“
Ganz so gut scheinen die Beweise dann doch nicht zu sein, weshalb man doch Zweifel haben sollte.
Was die Geschichte unglaubwürdig macht und wieso sie zu 99,9% aus Propaganda besteht.
Wie man aus der Dokumentation entnehmen kann, gibt es keine weiteren Zeugen als die, die sie in der Dokumentation auch verwendet haben. Daher muss man sich fragen, wie glaubwürdig diese Zeugen sind. Hier die Liste der Zeugen nach chronologischem Auftauchen in der Dokumentation:

Primäre Zeugen:
Transplantationspatienten (begrenzte Aussagekraft)

Rourou Zhuang: Sie hat neue Nieren bekommen. 2001 fuhr sie zur Transplantation nach China.
Xiuxing Zhang: Der verstorbene Mann sollte ein Organ bekommen und ist bei der Operation verstorben. Er litt an Hepatitis. Ob die Bilder von ihrem Mann echt sind oder nachgedreht, wird nicht gesagt.
Xiusong Tu: Selber Patientin Nieren kaputt. 2006 Transplantation in China.

Fallun Gon (nicht besonders glaubhaft und keine Insider eines Systems)

David Matas, einer der Forscher spricht davon, dass an Fallun Gon – Gefangenen immer viele Bluttests durchgeführt wurden, die es bei anderen Gefangenen nicht gab. Cindy Song ist eine Zeugin und bestätigt das für ihren Fall.
Xinhui Yu sagt, er wäre gewarnt worden von einem Mann aus demselben Ort, dass er keinen Widerstand leisten soll, der ihm wohlgesonnen war. Fallun Gong – Anhänger würde oft mit fehlenden Organen aufwachen.
Arzt (nur an einem Einzelfall beteiligt)
Enver Tothi: Er ist ein Chirurg. Er berichtet davon, wie er einmal einem angeschossenen Hingerichteten noch lebend Organe entnehmen sollte und das getan hat. 2013 hat er das auch vor dem schottischen Parlament gesagt.

Die „Kronzeugin“

Die Kronzeugin ist eine „Annie“, ehem. Angestellte des Thrombose-Therapiezentrum in Liaoning, die ein ganzes System aufgedeckt haben will. Sie taucht jedoch NIE mit Bild in der Dokumentation auf (nur Audio) und ihre Aussagen sind derart übertrieben, dass sie extrem unglaubwürdig ist. Hier Aussagen von ihr in der Dokumentation:
„Mein Name ist Annie, ich habe im Thrombose-Therapiezentrum in Liaoning in der Verwaltung gearbeitet. Ich habe ein Konzentrationslager mitten im Krankenhaus aufgedeckt. Mein früherer Mann war Neurochirurg und hat mit mir von 1999 bis 2004 dort gearbeitet. Er musste die Hornhäute der Augen für Transplantationen bei Fallun-Gong-Anhängern bei lebendigem Leibe entfernen. Ich kann die grausamen Verbrechen bezeugen. Mit Gewalt wurden die Organe wie Lebern und Hornhäute aus lebenden Fallun-Gong-Anhängern geschnitten. Einige atmeten noch, nachdem ihre Organe entfernt worden waren. Sie wurden trotzdem in die Müllverbrennungsanlage geworfen. Der Kessel im Heizraum diente als Behilfskrematorium. Einige waren geschwächt, aber manche waren gesund und sehr widerstandsfähig. Die Polizei verschleppte sie ohne Haftbefehl, deshalb hatten sie keine Papiere. Bis jetzt ist noch kein Fallun-Gong-Anhänger wieder frei gekommen. Vielen Tausend von ihnen wurden Nieren, Hornhäute, manchmal sogar die Haut entfernt. Und ihre Körper wurden vernichtet, um die Beweise zu zerstören.“
„Ich habe von all dem Ende 2003 erfahren. Mein Mann war apathisch und litt unter Albträumen und Panikattacken. Er starrte mit leeren Augen auf den Fernseher und schrie auf, sobald unser Kind oder ich ihn berührten. Damals hörte ich, dass auch meine Kollegen über die Vorgänge im Krankenhaus bescheid wussten. Ich konnte damit nicht leben und bat meinen Mann zu kündigen. Dadurch gerieten wir alle in Gefahr. Deshalb beschlossen wir, aus China zu fliehen.“
„ So viele Jahre bin ich nun schon auf der Flucht vor denen, die mich zum Schweigen bringen sollen. Sie haben auch versucht meinen Mann zu ermorden, nachdem er aufgehört hatte Organe von Fallun-Gong-Anhängern zu entnehmen. Die Kollegen im Krankenhaus haben aus Angst geschwiegen.“

Direkt darauf schließen sich die Aussagen der Forscher an, dass es eben keine Zeugen gibt bei so einem perfekten Verbrechen. Man fragt sich allerdings schon, wie ihr Mann noch gearbeitet haben soll, während er schon vor lauter psychischer Störung bei jeder Berührung schrie. Es ist auch unverständlich, wieso die Menschen noch lebend in der Müllverbrennung landeten und die Frau das auch noch so genau wusste. Ihr Vergleich mit einem Konzentrationslager macht es auch nicht glaubhafter und am Ende weiß man nicht einmal, ob es jemals eine Annie gab, da man nur eine chinesische Stimme hört und Untertitel hat! Auf jeden Fall strotzen ihre Aussagen vor Beschreibungen von Grausamkeiten, für die es nicht einmal ökonomische Gründe gab, die aber eine maximale Diabolisierung der vermeintlichen Täter bewirkt.

Sekundäre Zeugen

Hier tauchen die Forscher auf. Federführend sind hier zwei kanadische Forscher (Menschenrechtler) aus Toronto, die 2010 sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden waren. Sie heißen David Kligour und David Matas. Sie erzählen manchmal davon, was ihnen andere Menschen erzählt haben. Glaubwürdig klingt auch das nicht immer, wenn beispielsweise David Kligour von einem Patienten zu berichten weiß, dem 8 Nieren gebracht wurden, die alle nicht passten. Immer zwei auf einmal, wobei er eine Handbewegung macht, als sei das in China wie in einer Metzgerei abgelaufen und als habe der Arzt die Nieren einfach in der Hand gehabt.
Als weitere Beweis dienen Aufnahmen von angeblichen Telefonanrufen zu chinesischen Kliniken. Auch hier ist nur Audio enthalten. Angeblich hat aber jemand von der Zensurbehörde die Telefonprotokolle als gefälscht bezeichnet, was als Beweis gedient hatte, dass die Telefonate stattgefunden haben. Dies bedeutet jedoch eher, dass die Forscher bei diesen Telefonaten nicht zugegen waren und diese Telefonate nicht gut dokumentiert wurden, da sie sonst ja eh von der Echtheit hätten ausgehen müssen. Außerdem ist nicht unbedingt gesagt, dass der chinesische Beamte, wenn er die angeblichen Mitschriften als Fälschungen bezeichnet, in diesem Moment überhaupt wissen konnte, dass es die Gespräche gab oder eben nur damit ausdrückt, dass er die Gespräche in einem Rechtsstaat wie China für unmöglich gehalten hat. Ja, man kann durchaus davon ausgehen, dass auch Chinesen ein Grundvertrauen in ihr System haben und an Rechtssicherheit glauben, sonst wäre die Masse dort mit ihrem System ja nicht so zufrieden. Alles andere ist naiv.
Noch ein Beweis ist eine angebliche Morddrohung gegen einen der Forscher, die angeblich live von einem unbekannten chinesischen Beamten aus einer Zensurbehörde via Internet (Skype) ausgesprochen wurde. Angeblich hatte der Forscher jedoch auf diese Drohung souverän reagiert und die Leitung wurde unterbrochen. Beweise für den Vorfall gibt es jedoch keine.
Kurze Zusammenfassung: Interessant ist, dass es keinen einzigen Forscher in China gibt, der befragt wurde. Alle Forscher sitzen in treuen NATO-Staaten. Außerdem hat außer einem Arzt, der selbst vollführten Einzelfall (außerhalb eines Krankenhauses) erlebt hat, zu einer Minderheit in China gehört und schon lange im Ausland lebt, keinen einzigen (!) chinesischen Arzt, der zu diesem Thema aussagebereit wäre.

Die Erklärung

Wie sehr Fallun Gong verfolgt wird oder inwieweit das eher ein US-Propagandamärchen ist, das maßlos übertrieben wird, kann ich nicht beurteilen. Es wäre auch naiv davon auszugehen, dass es keine Kriminalität in China gibt. Eine systematische Terrorherrschaft ist China gleichwohl definitiv nicht!
Woher kommen die Organspenden? Die Antwort ist, sofern es sich um mögliche Lebendspenden handelt, relativ einfach. Wie man der Dokumentation entnehmen kann, passt ein Organ bei nichtverwandten Spendern immerhin zu 5%. Man braucht also nur 20 Spender, um im Schnitt einen Spender zu bekommen. Wieso es bei einer so guten Kompatibilitätsquote einer nationalen, chinaweiten Kartei bedarf, ist wohl eher ein Rätsel als die Frage, wieso es keine solche Kartei gibt.
In einer anderen Dokumentation zu dem Thema wurde gesagt, dass arme Chinesen für umgerechnet 3000 oder 4000 Euro schon ihre Niere verkaufen und dies ziemlich skandalös sei, weil die Organe so teuer weiterverkauft werden. Man muss sich einfach klar machen, dass es in China noch immer viele arme Menschen gibt und die Patienten halt 30000 Dollar und aufwärts für ein Organ zahlen. Da ist die Gewinnspanne groß und es reicht ja, wenn jedes Krankenhaus immer einen Pool mit ein paar hundert möglichen Spendern hat. Daneben gibt es sicher auch noch Kriminalität und die Hingerichtete wird man teilweise auch noch für Organspenden nutzen. Vielleicht macht man das bei den Hinzurichtenden auch nur noch mit deren Einverständnis, wie es angekündigt wurde im Jahr 2015. Es gibt jedoch keine Anhaltspunkte, wieso es in China ein staatlich organisiertes System des Organhandels geben sollte und bei den Devisenreserven Chinas ist es auch lächerlich, dass der Staat auf das Geld angewiesen sei.
Nimmt man die armen Länder Europas, so sieht man auch dort Länder, wo es illegalen Organhandel gibt und gab. Gemessen an der Größe von China ist der Organhandel in Europa nicht weniger florierend. Immerhin sollen es in China nur 10000 bis 12000 Organtransplantationen im Jahr gewesen sein (Auskunft von Jiefu Huang – Chef des chinesischen Komitees für Organspende und Organtransplantation, wobei sie die Aussage in einem abgefilmten Fernseher zeigen – interviewt haben sie einen solchen chinesischen Staatsvertreter natürlich nicht) , beziehungsweise nach (vermutlich extremen, da nicht näher angegebenen) chinesischen Medienberichten im Jahr 2006 sogar mal 20000. Oder wie es der Forscher Huige Li auch sagt, bis 2010 gab es 120000 Organspenden überhaupt. So viel ist das für ein Land wie China nun wirklich nicht! (Egal, ob es nun 10000 oder 20000 Tranplantationen im Jahr sind.) Schaut man sich die Situation in anderen armen kapitalistischen Ländern an und rechnet dort die Zahlen im Verhältnis zu Bevölkerung, dann ist China sicher nicht auf Platz 2, sondern ziemlich weit hinten.

Fazit:

Diese Dokumentation und das ganze Thema ist reine Propaganda. Die Zeugen sind absolut unglaubwürdig und die „Forscher“ sind es auch. Die ganze Dokumentation ist nur darauf aus einen Sachverhalt, der in China nicht schlimmer ist, als in jedem anderen Land der Welt, das ein ähnliches Wohlstandsniveau hat. Daher muss man zu 100% dem Vertreter der chinesischen Regierung
Hier noch ein paar Highlights der Diffamierung.

1. Allgemeine Diffamierungen
  • David Matas (Forscher und Menschenrechtsanwalt): „Für diese Menge an Transplantationen muss es permanent 100000 zum Tode verurteilte für die Organentnahme geben. Anders geht es nicht.“
    (Hier wird suggeriert dass es eben allen Schätzungen noch hunderttausend inoffizielle Todesopfer in China gibt.)
  • Die drei Grundprinzipien von Falun Gong sind Ehrlichkeit, Mitgefühl und Toleranz. Vor allem das Konzept der Ehrlichkeit wird die kommunistische Führung beunruhigt haben, schließlich beruht sie ausschließlich (!) auf Lügen und Propaganda und Täuschung. Wenn ein Großteil der Bevölkerung an die Wahrheit glaubt, kann das die staatliche Kontrolle untergraben. Davor hatten sie wahrscheinlich Angst.
    (Typische Diffamierung gegen die chinesische Staatsführung.)
  • David Matas: „Die chinesische Regierung ist perfekt im Bau potemkinscher Dörfer. Ihre Umerziehungslager sind in Wahrheit Arbeitslager oder Gefängnisse. Die Wahrheit erfahren wir nur von Gefangenen, die es aus den Gefängnissen schaffen und aus China. China macht diese verlogene Show nur für den Westen.“
    (Die Arbeitslager haben schon fast einen Nazibezug. Außerdem gibt es eine Show, weil der Westen wohl moralischer sein soll.)
  • Shi-Wie Huang (Arzt Taiwan): „In China werden die Patienten nach missglückten Operationen immer (!) eingeäschert, damit es hinterher keine Schwierigkeiten gibt.“
    (In der Pauschalität mit Sicherheit pure Diffamierung. Vielleicht gibt es nicht einmal den ‚wahren‘ Kern.)
  • David Matas: „Natürlich birgt meine Arbeit ein Risiko, aber das ist nichts im Vergleich zu den Menschen, die in China leben.“
    (In China leben alle in Gefahr, soll hier gesagt werden.)

2. Nazibezüge und Gleichsetzung Chinas mit Hitlerdeutschland

  • David Matas: „Als Jude ist mir klar, dass weder ich noch irgendeine jüdische Person heute am Leben wären, wenn statt der Alliierten die Nazis den Weltkrieg gewonnen hätten. Eine Lektion habe ich gelernt: Man muss gegen Menschenrechtsverletzungen aufbegehren, um sie zu beenden. Egal wo.“ (Hier steckt sogar schon der Apell zum Eingreifen. Historisch ist es übrigens komplett falsch davon auszugehen, der Holocaust hätte den Alliierten die meisten Sorgen bereitet.)
  • David Matas: „… für die Wachleute sind Falun Gong keine menschlichen Wesen. Sie wurden entmenschlicht und sind völlig recht- und schutzlos.“ David Kligour (direkt im Anschluss): „ Wahrscheinlich würde jeder so reagieren, nachdem die Parteidemagogen diese Bevölkerungsgruppe seit 1999 beständig in den staatlichen Medien verteufelt hat. In den USA erzählte mir eine Frau, die als Touristin den Tian‘anmen Platz besucht hatte, dass ihr parteigetreuer Reiseführer auf einen Falun-Gong-Anhänger deutet und meinte: ‚Essen die nicht ihre Kinder?‘ Auf diesem Niveau spielt sich die Dämonisierung heute noch ab. Genau wie damals in Nazideutschland gegen die jüdische Bevölkerung oder gegen die Tutsi in Ruanda vor dem Völkermord. Im Verlauf der Geschichte lässt sich vor jedem Völkermord eine solche Politik der Verunglimpfung finden. In der Regel im Staatsfernsehen oder in parteinahen Medien.“
    (Eigentlich steckt in diesen Aussagen etwas Weisheit. Aber nicht nur vor Völkermorden, sondern vor jedem geplanten Krieg und jedem Konflikt gibt es diese Verteufelungen. Kurioserweise hilft David Matas sogar grade mit, diesen Job für den Westen gegenüber China zu erledigen. Hier werden Falun-Gong indirekt mit Juden und China mit den Nazis gleichgesetzt.)
  • „So (Zwang zu Mord) macht das chinesische Regime seine Ärzte zu Monstern. Diese Ärzte leiden oft sehr. Deshalb ist Annies Mann geflohen, weil er es nicht länger ertragen konnte.“ Huige Li: „Die Ärzte für Transplantationen werden in China ausgebildet, natürlich auch außerhalb von China. Der ehemalige Vizeminister für Gesundheit zum Beispiel, der hat sein Training in Australien bekommen (Schnitt) natürlich auch in Deutschland werden chinesische Chirurgen ausgebildet.“
    (Ärzte als Monster lässt doch jeden an den Naziarzt Mengele denken.)
  • David Matas: „Wenn man sich die Völkermorde heute nach dem Holocaust anschaut, fragt man sich: Wie kann das sein? Nun, weil auch der Holocaust möglich war.“
    (Klingt allgemein, aber der Bezug ist natürlich der ‚Völkermord‘ der Chinesen an den Falun-Gong, womit ein weiterer Nazibezug da ist.)

3. Offene Aufrufe zum Umsturz in China

  • Torsten Trey (Doctors Against Forced Organ Harvesting): Jan Karski war Augenzeuge des Holocaust in einem Konzentrationslager der Nazis. Als er den obersten Richter der USA, Felix Frankfurter davon berichtete war dessen Antwort: ‚Das kann ich nicht glauben.‘ Frankfurter ergänzte: ‚Ich sage nicht, dass er lügt, sondern was er sagt ist unglaublich.‘ Da besteht ein Unterschied. Und doch war es dieses Nicht-glauben-wollen, was den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg verzögerte, weshalb sehr viel mehr Menschen im Holocaust umkamen.“
    (Man fordert aus moralischen Gründen ein schnelleres Eingreifen gegen China. Im Stil der USA gegen Nazideutschland heißt das mit dem Militär und Krieg.)
  • David Kligour: „Die Beweise sind sehr stark. Es ist erschütternd, dass dem noch immer nicht Einhalt geboten wird. Da gibt es nichts zu ergänzen.“
    (Noch direkterer Apell für Krieg!)

4. Das Finale (chronologisch ungekürzt!) – Mit dem Aufruf zur „Befreiung Chinas!“

  • Raul Romeva (Mitglied des Europäischen Parlaments, Grüne/EVA) (kurz reingeschnitten): „Wir äußern hier unsere tiefe Besorgnis gegenüber glaubwürdigen Berichten über Chinas systematischen und staatlich unterstützten, erzwungenen Organraub an politischen Gefangenen, vor allem an Falun Gong.“
  • Huige Li: „ Das Verbrechen, also Gewissensgefangene zu töten für Organe, das ist so brutal, so hart, dass es für die Menschen schwer ist, das zu glauben. Und wenn das bekannt wird bald weltweit, dann, glaube ich, dass der der internationale Druck wird so stark sein, dass es schnell in China zu einer Veränderung kommt.“
  • Da T. Rohrbacher (Republikanischer US-Abgeordneter): „Hierbei handelt es sich um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wir müssen alles tun, um diejenigen ausfindig zu machen, die an diesem Verbrechen beteiligt sind und sie vor Gericht stellen.“
  • Ileana Roslehtinen (Republikanische US-Abgeordnete): Amerika muss den Falun Gong zur Seite stehen und allen anderen Unterdrückten. Peking muss alle Falun Gong und andere politische Gefangene umgehend freilassen. Befreit China!“
    (Die Abschlussbilder zeigen dann massenhaft friedliche und weibliche Falun Gong-Anhänger mit Kerzen vor dem Capitol in Washington.)
Zum Schluss noch diese beiden kuriosen Bilder

 

Falun2 Falun1

Man beachte diese geschickt in die Doku reingeschnittenen Bilder mit komischem Hakenkreuz (falsche Richtung). Welcher Zuschauer weiß schon, dass dies nichts mit der chinesischen Regierung zu tun hat, (auch nciht mit den Nazis) sondern das Symbol der Falun Gong-Bewegung ist? Ich vermute es geht dabei 99% der Zuschauer,  wie es mir zunächst ging – Ratlosigkeit.

Schlusswort:

Ich könnte immer kotzen, wenn ich im öffentlich rechtlichen Fernsehen solche offensichtlichen Hetzdokumentationen sehe, über deren perfiden Propagandamethoden ich alle schon bei 45 Minuten Sendung 100 Seiten schreiben könnte. (Auf Schnitt und Optik bin ich ja fast nicht eingegangen hier.) Selten sind diese Dokumentationen bei uns in Deutschland leider nicht, sondern sehr zahlreich und handeln meist von China oder Russland. Bitte bleibt kritisch und widersetzt euch dieser Indoktrinierung und dieser Feindbildgenese, die uns an der Heimatfront nur reif machen soll für einen massiven (Wirtschafts-) Krieg – auch gegen China.

3 Gedanken zu „Diffamierung gegen China – angeblicher staatlicher Organhandel im Nazi-Style“

  1. Das ist soooo verdammt Dämlich was der Autor hier von sich gibt, Vorallem dann noch am mit den “ Geschickt“ plazierten Falun Gong Symbol was kann die sendung für das eingeschränkte Denken wie das des Autors, Hakenkreuze finden sich in den Verschiedensten Kulturen und Religionen das weis ich seit ich 14 bin.Fazit:Ich könnte jedesmal kotzen wenn ich solche Texte lese von Menschen die ihr eigenes unvermögen kaschieren zu versuchen in dem sie dem westen und den Westlichen Medien Generell Böse absichten unterstellen, hier wird mit schwarz weiß malerei versucht eben diese den Medien zu unterstellen, nicht nur der Westen trifft ehtisch und Moralisch zweifelhafte Politische entscheidungen das sollten manche weltfremde menschen die offensichtlich anti west propagander opfer sind mal verstehen lernen, Mächtige, Reiche Menschen mit bösen absichten gibt es in jeder Nation.

  2. Diese ganze seite ist doch ein einziges Propaganda mach werk, noch nicht einmal freie Kommentare sind erlaubt, sie Müssen erst abgesegnet werden, mein vorangegangener Kommentar wird wohl nie freigeschaltet.Schämt euch ihr Hass verbreitenden kriegs Trommler.

  3. @ Boerdie: Ich hatte ihren Kommentar nicht freigeschaltet, weil ich bis gestern einfach nicht auf meiner Seite war. Es gibt hier auch kein „Team“. Anscheinend war Ihnen jedoch auch mein Beitrag zu lang, da sie sehr unqualifiziert geschrieben haben. Sie haben ihn wohl nicht komplett gelesen.
    Was die Sendung für die Platzierung des Symbols kann? Naja, sie könnte aufklären, statt das so unkommentiert in die Sendung zu schneiden. Zudem habe ich die Kritikpunkte an der Sendung gut herausgearbeitet. Der Inhalt der Sendung diente der Diffamierung Chinas und die „Zeugen“ waren für mich nicht glaubwürdig, wofür ich meiner Meinung nach gut Argumente angeführt habe.
    Wieso ich Kriegspropaganda betrieben habe, erschließt sich mir nicht! Natürlich gibt es auch überall gute und schlechte Personen. Worum es jedoch beim Kampf gegen den Krieg geht, ist die Verbreitung der Erkenntnis, dass uns die vermeintlichen Feinde moralisch nicht unterlegen sind. Zudem ist es normal, dass ein Land, je mächtiger es ist, umso mehr Dreck am Stecken hat, denn militärische Konflikte sind immer nur im Interesse des Stärkeren.
    Den Vorwurf, ich sei ein Opfer Anti-westlicher Propaganda und leichtgläubig, kann ich nicht ernst nehmen. Meine veränderte Sicht auf viele Dinge ist eben nicht von heute auf morgen entstanden, sondern in einem Prozess und beim Studium unterschiedlichster Quellen. Und es ist eben gerade das Ziel dieser Seite, interessierten Menschen meine Sicht der Dinge zu zeigen, denn Kriegspropaganda versagt dann, wenn die Menschen verstehen, dass anderswo die Menschen auch keine Kinder essen und nicht unmoralischer sind als hier.
    P.S.: Natürlich war auch mir klar, dass das Hakenkreuz auch in anderen Kulturen genutzt wird. Allerdings verändert dies nicht den bedrohlichen Effekt dieses Symbols auf den deutschen Zuschauer, wenn man nicht erklärt, warum das Symbol da war.

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