Armut in Deutschland

Stefan Sell, Armutforscher an der Universität Koblenz war beim WDR. Dieses kurze Video mit den Ausschnitten seiner Redebeiträge zeigt, wo das Problem in Deutschland liegt.

In den 70-er bis 80-er Jahren wäre niemand auf die Idee gekommen, dass die arbeitslosen Kumpels für ihr Schicksal selber zur Verantwortung gezogen worden wären. Heute macht man Arbeitslosen den Vorwurf, sie wären nicht gut genug.

Für 1300 Euro Rente muss man 45 Jahre mit Durchschnittlohn arbeiten, was über 3000 Euro sind, die man das ganze Berufsleben hindurch verdienen muss.

Die Leute unten werden gegen andere Leute unten gegeneinander aufgehetzt.

Seine Lösung zum Thema Altersarmut: Es braucht eine Mindestrente und es braucht auch eine Maximalrente. In der Schweiz zahlen alle in die Bürgerversicherung ein. Die Maximalrente ist nur doppelt so hoch wie die Minimalrente, obwohl die Beiträge prozentual zum Einkommen gezahlt werden und Spitzenverdiener wesentlich mehr einzahlen. Er empfiehlt also ein System, wie es in der Schweiz Realiät ist und ruft dazu auf, von anderen Ländern zu lernen.

Seit Mitte der Neunziger unterscheiden sich die Löhne der Spitzenverdiener immer mehr von denen der Geringverdiener und normale Menschen ohne Vermögen haben keine Chance echtes Vermögen zu generieren und anzusparen. Kürzer kann man die Lage nicht zusammenfassen als in diesen zehn Minuten.

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