Sport als Kriegsschauplatz – Die Schande von Olympia

Eigentlich entspricht es dem olympischen Gedanken, dass Völker, beziehungsweise heute Nationen, im friedlichen Wettstreit miteinander auf sportlicher Ebene konkurrieren und der olympische Geist zu Frieden und Völkerverständigung führt.
Wie sehr dieser olympische Geist pervertiert wurde, konnte man bei den diesjährigen Spielen in Brasilien sehen. Nun soll hier nicht auf Brasilien eingegangen werden, ein Land, in welchem neben den Olympischen Spielen auch noch ein kalter Putsch stattgefunden hatte, um Brasilien aus den BRICS Staaten herauszubrechen und ein zerstörerisches, neoliberales Regime zu implementieren, das die Reichtümer des Landes verschleudert. Stattdessen soll auf den unheimlichen Dopingskandal eingegangen werden. Russische Sportler wurden von Olympia ausgeschlossen, weil in Russland angeblich systematisch Staatsdoping betrieben wurde. Abgesehen davon, dass auch die Bundesrepublik Deutschland schon unrühmliche Dopingkapitel vorweisen kann, war diese Behauptung im Falle von Russland kaum zu belegen. Nun wäre es vermessen zu behaupten, alle russischen Sportler seien sauber, aber es gab keine ernsthaften Belege für ein groß angelegtes Staatsdoping oder dafür, dass Doping im Durchschnitt zu den anderen Nationen besonders verbreitet wäre in Russland. Die Kronzeugin, die angeblich ganz genaue Details über ausgetauschte Urinproben und ähnliches kannte, war eine in den USA trainierende Russin, die wegen mangelnder Leistung – Norm verfehlt – nicht einmal eine Starterlaubnis bei Olympia hatte.
Der deutsche Journalist, der die angebliche Drogengeschichte in Deutschland verkaufte und dazu in unseren transatlantischen Medien herumgereicht wurde, ist offensichtlich ein russenhassender Psychopath, was jedoch Chefredakteure und Intendanten in Deutschland wohl nicht so interessierte.


Thomas Bach, der Spielverderber, der sich dem Druck widersetzte, wurde in den Medien hart angegriffen, ähnlich wie es einem Sepp Blatter ergangen war, der keinen Anlass sah jemals zu erwägen, Russland die Fußball-WM 2018 wegzunehmen.
Über russische Athleten und Athletinnen, die sich öffentlich zu Wort meldeten, wurde in den deutschen Mainstream-Medien nur schlecht oder überhaupt nicht berichtet. Immerhin wurden am Ende nur ein Teil der Athleten gesperrt, doch selbst das ist zu viel, denn unter diesen hatten die meisten sich niemals etwas zu Schulden kommen lassen.
Das Ergebnis bei Olympia war dann eine Überraschung. Die USA und Großbritannien dominierten Olympia noch vor den Chinesen. Weltrekorde wurden gebrochen und beim Schwimmen sogar welche, die mit Schwimmanzügen aufgestellt worden waren.
Der Tiefpunkt westlicher Politik war schließlich die Sperrung aller russischer Athleten bei den Paralympics. Obwohl wohl niemand an die gedopten Behindertensportler glauben kann, wurden alle ausgeschlossen und ein Weißrusse, der eine russische Fahne beim Einmarsch mitgenommen hatte, verursachte damit laut deutschen Medien eher einen Skandal. Übrigens wurde dieser Athlet heimgeschickt.
Wirklich spannend wird die Sache nun, da eine Hackergruppe medizinische Daten veröffentlicht hat, die einige Fragen aufwerfen. Die nationale Identität die Hackergruppe ist unbekannt, weil niemand weiß, ob es sich um Russen handelt. Aufgedeckt haben sie aber einen Skandal allererster Güte. Die Zunahme der Ausnahmeregelungen lässt keinen anderen Schluss zu, als dass diese legale Version die beste Version für Doping ist. Dabei haben sich die Williams-Schwerster mit mehreren Dopingmitteln. Wann äußert sich endlich mal eine Tennisspielerin darüber, wie sie sich fühlt, wenn sie weiß, dass ihre Gegenspielerin vier Dopingmittel als Ausnahmen bewilligt bekommen hat.
Der Hammer ist, dass Athleten massiv dopen durften ohne Konsequenzen. Kein Athlet hat sich bisher gemeldet und gesagt, dass die Ergebnisse der Hackergruppe nicht stimmen, denn diese Ausnahmen waren ja registriert. Stattdessen wurde die Echtheit bestätigt, was einen bezeichnenden Blick auf den Sport legt.
Richtig hart wird es beim Doping, wenn man davon ausgeht, dass die Dopingmittelausnahmen erst im Nachhinein ausgestellt wurde, wie es anscheinend beim Radrennfahrer Lance Armstrong der Fall war. Auch die Vermutung die erlaubten Dopingsubstanzen könnten zur Verschleierung härterer Mittel verwendet worden sein, ist erschreckend.
Ich empfehle jedem das Video von RT, das die meisten Fakten beinhaltet.

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