Die Aktualität der Dimitroff Doktrin

»Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.«

Hier ein Aussschnitt aus Wikipedia zur Dimitroff-These:

„Die für den Marxismus-Leninismus klassisch gewordene Definition lieferte Georgi Dimitroff in einem Beschluss des XIII. Plenums der Kommunistischen Internationale im Dezember 1933, der von einer ähnlichen Formulierung auf dem V. Weltkongress 1924 vorbereitet worden war. Darin wurde der Faschismus als „terroristische Diktatur der am meisten reaktionären, chauvinistischen und imperialistischen Elemente des Finanzkapitals“ definiert. Diese Definition wurde auf dem VII. Weltkongress der Komintern 1935 wiederholt. Damit war gemeint, dass „bürgerliche Demokratie“ und Faschismus zwei verschiedene Ausprägungen des Kapitalismus seien, diese Herrschaftsformen also auf der gleichen ökonomischen Basis beruhen würden: In dem Moment, in dem der Kapitalismus bedroht sei – etwa durch eine drohende revolutionäre Bewegung, wie in den frühen 1920er Jahren in Italien oder während der Weltwirtschaftskrise in Deutschland – wandele sich die bürgerliche Demokratie (teilweise auch nur als „pseudodemokratische Maske“ verstanden) zur faschistischen Diktatur, die auch mit brutalsten Mitteln die Kapitalverwertung aufrechterhalte.“

Anders als man es uns heute erzählen will, dass unbedarfte und wenig gebildete Massen von Arbeitslosen und Wutbürgern für den Faschismus verantwortlich sind, geht diese These davon aus, dass der Faschismus von oben eingeführt wird, um den Kapitalismus – und damit die aktuelle Eigentumsordnung – auch gegen die Mehrheit aufrecht erhalten zu können.

Hört man sich Hermann Ploppa an, dann versteht man, dass der deutsche Nationalsozialismus ohne internationale Geldgeber der extrem reichen Klasse so nicht hätte stattfinden können.

Nachdem man Hermann Ploppa angehört hat, muss man zu dem Schluss kommen, dass Dimitroff ziemlich ins Schwarze getroffen hat. Doch was bedeutet das für heute?

Hört man sich unabhängige Finanzexperten an, so sagen alle, dass unser Finanzsystem instabil ist und immer wieder mit neuen Mitteln und Maßnahmen am Leben gehalten werden muss. Aktuell pumpt die EZB monatlich 30 Milliarden in den Aufkauf von Staatsanleihen, um das System zu stützen, wobei es zeitweise sogar 60 Milliarden pro Monat waren. Führende Finanzexperten sagen, dass niemand weiß, wie lange das System noch aufrecht erhalten werden kann. Der Kapitalismus befindet sich in einer Krise.

Jetzt wäre es naiv zu denken, die Geschichte könnte sich eins zu eins wiederholen. Deutschladn spielt dafür heute eine viel zu kleine Rolle auf der Welt, um expansiv zu werden, denn die Deutschen machen heute nur etwas über ein Prozent der Weltbevölkerung aus und haben nur wenige Kinder. Trotzdem sieht man polizeistaatliche Maßnahmen und in der Ukraine auf durchaus offen gelebten Faschismus. Die AfD, die in Deutschland als Schreckgespenst gesehen wird, könnte Deutschland auch nicht wieder zu einer Großmacht auferstehen lassen, doch es handelt sich durchaus um eine rechte Partei, die es zu beobachten gilt. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die Radikalität der Parteien der Mitte, die gegen Innen und Außen aggressive Töne einschlagen. Gegen Russland sollen im Herbst 12000 deutsche Soldaten an einer großen Übung Teinehmen und man lässt nicht unversucht, gegenüber Russland zu eskalieren.

Im Innern ist mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz die Zensur offiziell wieder einmal eingeführt und anscheinend nicht umsonst gibt es auch hier jetzt ein Heimalministerium. Bezeichnend ist nun, wer die AfD eigentlich finanziert hat. Dies ist nämlich noch immer nicht wirklich bekannt komplett bekannt, wer die AfD groß gemacht hat, da anonyme Spender, die offziell komplett unabhängig von der Partei agierten, die Wahlplakate finanzierten. Es ist ein Skandal erster Güte, dass die Parteien, wahrscheinlich aus Angst, man könne dann ihre eigene Finanzierung noch mehr hinterfragen, bei diesem Thema zurückgehalten haben. Stattdessen beruht unsere Demokratie immer darauf, den Einfluss von Wahlkampfmitteln und Medien herunterzuspielen und auf die freie Entscheidung der Bevölkerung zu verweisen.

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