Bayern als Vorbild für den kommenden Polizeistaat

Bayern hat nun einen neuen Heimatminister bekommen. Nun kann man hoffen, dass dies nur ein Scherz ist, der ein bisschen national gesinnte Wähler beruhigen soll, aber vermutlich ist die Lage doch viel ernster als man zunächst denkt.

Das Heimatministerium erinnert an das amerikanische Homeland-Security-Office, was neben Spionagetätigkeiten eine schlagkräftige Einsatztruppe fürs Inland zu sein scheint.  Eingeführt wurde das Ministerium in den USA als Reaktion auf den elften September.

Wegen der „allgegenwärtigen Terrorgefahr“ werden auch in Deutschland die Bürgerrechte immer mehr eingeschränkt. Bayern hatte dem Plan, seine Gesetze so geändert, dass Gefährder unbeschränkt in Präventivhaft gehalten werden können.

In Bayern wurden jedoch noch mehr Bürgerrechte zurückgedrängt, wie man in diesem löblich kritsischem Beitrag sehen kann:

Man muss leider vermuten, dass Herr Seehofer als „Pseudooppositioneller“ für unsere Sicherheit durch das Schüren von Ängsten ähnliche Regelungen für den Rest von Deutschland durchsetzen soll. Seine Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland zeigt schon sehr deutlich, dass er der AfD die Stimmen abgraben will.

Der Fall Skrippal und das Kriegsgeschrei gegen Russland

Die aktuelle Geschichte, mit der wieder Sanktionen und Maßnahmen gegen Russland durchgesetzt werden sollen, ist so etwas von absurd, dass man dies nur noch als Zeichen ansehen kann, wie sehr sich die Berichterstattung schon komplett von der Realität entfernt hat. Russland soll einen unwichtige, ehemaligen Doppelspion in England mit einem Gift umgebracht haben, das wie eine Visitenkarte ist. Würden die Russen so etwas wirklich machen, dann wären sie extrem bescheuert. Hier ein paar Links dazu:

Die Salisbury Tales – was verschweigen Medien und Politik im Falle des vergifteten russischen Doppelagenten?

Hier noch ein Artikel von den Nachdenkseiten mit Craig Murray oder ein Artikel von Willy Wimmer.

Ich empfehle jedem die Vorlage dieses Falls noch einmal zu betrachten, nämlich den Fall Litwinenko, wo ebenfalls ein Anschlag auf einen Spion in England passierte.

Hier hatte ich in einem Artikel ausführlich belegt, wer ein großes Motiv an Litwinenkos Tod hatte und ihn vermutlich auf dem Gewisssen hat. (Skrippal und seine Tochter sind noch nicht tot.)

Gunnar Heinsohn erklärt seinen „Kriegsindex“

Gunnar Heinsohn hat einen Kriegsindex erstellt. Grundsätzlich beruht sein Ansatz darauf zu schauen, wie hoch die Geburtenrate in einem Land ist und wie das Verhältnis der jungen Männer ist, die auf den Arbeitsmarkt eines Landes drängen im Vergleich zu den alten Männern, die in Rente gehen. Gibt es zu viele junge Männer, so gibt es die Wahrscheinlichkeit für Krieg.

Seine Arbeit ist hochaktuell und sehr informativ. Man sollte sich jedoch immer im Klaren darüber sein, dass solche Zusammenhänge trotzdem keine Naturgesetze sind und Kriege durchaus bewusst ausgelöst werden. Geht man davon aus, dass Kriege aus rein statistischen Begebenheiten heraus entstehen, so befreit man viele Kriegstreiber von Schuld, die solche Gemengelagen erst ausnutzen und für Katastrophen sorgen.

Vortrag von Gunnar Heinsohn:

Es gibt noch weitere Videos mit Gunnar Heinsohn bei Youtube. Ausführlich ist noch dieser Vortrag, bei dem jedoch teilweise der Ton nicht funktioniert und danach gegen Ende der Ton relativ schlecht ist.

Die Tafeln wurden von McKinsey eingeführt, um den Sozialstaat besser zurückfahren zu können.

Neulich war der Skandal groß, weil in Essen die Tafel nur noch Essen an deutsche Bedürftige ausgeben wollte. (Inzwischen wollen sie das wieder ändern.) In letzter Zeit waren einfach zu viele Ausländer hinzugekommen und das Essen reichte oft nicht mehr. Dazu habe einen sehr interessanten Artikel von Susan Bonath in der Reihe „Tagesdosis“ von Kenfm gehört, der offenbart, wieso es diese privaten Tafeln in dieser Form gibt, die abgelaufene Lebensmittel an die Armen verteilen.

„Die Tafeln sind schlechthin ein Konstrukt privatisierter Armenfürsorge. An die Essensreste zu kommen, bleibt Glücksache und abhängig von privater Mildtätigkeit. Die Tafeln ermöglichten es der Propaganda- und Exekutivabteilung der Herrschenden, den Sozialstaat ohne größeren Aufstand zu schrumpfen.
Die Tafeln sind ein Teil des Systems der penetranten Unterwerfung. Das fängt bei Hartz IV an. Wer nicht gehorcht, dem sanktionieren Jobcenter Essen und Obdach weg. Wer hungert und friert, bekommt nur mit bürokratischem Aufwand, ausreichend Wohlverhalten und meist erst nach Monaten, einen Zugang zu den sprichwörtlichen Krümeln unterm Tisch. Nicht umsonst steht auf Containern, also das Sammeln weggeworfener Lebensmitteln direkt aus Mülltonnen von Supermärkten, als Diebstahl unter Strafe.
Ich bin sicher: Irgendwo auf schwarzen Ledersesseln sitzen ein paar millionenschwere McKinsey-Berater und reiben sich vor Lachen die satten Bäuche. Immerhin war es dieser global agierende Think Tank, der ab Mitte der 1990er Jahre die Tafeln mit eigens abbestellten Mitarbeitern zu einem karitativen Almosenkonzern für billige Reste-Entsorgung aufpumpte. Es war auch das Unternehmen McKinsey, das im selben Atemzug Hartz IV mit erdachte und sogar frech das Ziel ausposaunte: Europas größten Niedriglohnsektor im Exportweltmeisterland zu etablieren – im Auftrag der Bundesregierung.

Alles zitiert von Susan Bonath, die das bei kenfm (Nachrichtenportal von Ken Jebsen) veröffentlicht hat. Hier die Seite. Es handelt sich um das Format „Tagesdosis“, das man auch als Audio anhören kann. Ich fand es besonders hart zu erfahren, dass die gleichen Verbrecher, die das Hartz IV Sanktionssystem gemacht haben, -also McKinsey- auch für die Tafeln verantwortlich sind.

Ernst Wolff – Der Finanztsunami

Nach dem Buch „Weltmacht IWF“ hat Ernst Wolff Ende letzten Jahres das Buch „Der Finanztsunami“ geschrieben. Es handelt sich jedoch nicht um ein Katastrophenbuch für Pessimisten, sondern wieder um ein hervorragendes Sachbuch. Er schafft es in einem Buch, die Rolle „der Finanzmärkte“ im zwanzigsten Jahrhundert zu skizzieren und gleichzeitig macht er deutlich, warum die jetzige Situation so gefährlich ist. Hier ist ein Interview, das er Ken-FM gegeben hat:

Dieses Buch habe ich gelesen und kann daher sagen, dass es sehr gut lesbar und sehr empfehlenswert ist. Eine Leseprobe kann man bei der alternativen Zeitschrift free21.org lesen.

Monika Donner – Krieg, Terror, Weltherrschaft

Monika Donner ist eine Autorin und eine „Juristin und Ministerialrätin im österr. Verteidigungsministerium (BMLV)“. Genaue Informationen zu ihr findet man auf ihrer Homepage. Sie hat ein sehr umfangreiches Buch geschriebenmit dem Titel: „Krieg, Terror, Weltherrschaft: Warum Deutschland sterben soll.“ Erschienen ist das Buch im Jahr 2017 und es hat über 800 Seiten. Dieses Jahr soll der zweite Band erscheinen mit dem Titel: „Krieg, Terror, Weltherrschaft: Warum Deutschland leben muss.“

Dieses Buch hat nichts mit den Antideutschen zu tun, sondern behandelt verschiedene historische Aspekte und beleuchtet diese genauer. Das Interview hier bei „querdenken-tv“ geht schon ziemlich in die Tiefe und man bekommt Lust auf dieses Buch, gegen das einige Leute sicher Vorbehalte haben, weil es beim Kopp-Verlag erschienen ist. Von Monika Donner gibt es schon andere Vorträge im Netz, die man sich auch anschauen kann. Dieser aktuelle Vortrag ist jedoch besonders schön, weil sie hier auf die Anfänge der Zentralbanken zu sprechen kommt und dies sehr klar und sachlich darstellen kann. Ich Buch habe ich leider auch (noch!) nicht gelesen.

Westlicher Kapitalismus versus Chinesischer Kapitalismus – ein Vortrag von Werner Rügermer

Auf den nachdenkseiten wurde ein interessanter Artikel zu einem Vortrag von Werner Rügemer veröffentlicht, den man dort gerne komplett durchlesen kann.  Empfehlenswert ist auch der Originalvortrag von Werner Rügemer, den man als Podcast anhören kann.  Er dauert etwas über dreißig Minuten.

Als besonders interessant und aufschlussreich empfand ich die Begründung, wieso die USA die hierarchische Spitze des westlichen Kapitalismus anführt:

„Jedes globale kapitalistische System ist hierarchisch geordnet. Im westlichen Kapitalismus führen die USA. In der Ebene darunter führt die Bundesrepublik die anderen EU-Staaten, unter denen ebenfalls weitere Über- und Unterordnung herrscht.
Insgesamt aber: Das kapitalistische Eigentum von US-Berechtigten in 180 Staaten der Erde, mit Schwerpunkten in den USA und Westeuropa (dort insbesondere in Großbritannien und Deutschland), ist immer noch ungleich größer als jedes andere national zu verortende kapitalistische Privateigentum. Die größten Kapitalorganisatoren der neuen Generation, die mächtiger sind als die immer noch öffentlich im Fokus stehenden Banken, also Blackrock, Vanguard, State Street usw. sind in US-Hand. Auch bei den globalen Kapitalorganisatoren der zweiten Liga (Private Equity-Investoren, „Heuschrecken“) dominieren mit Blackstone, KKR, Carlyle u.ä. solche mit Hauptstandort USA. Ähnliches gilt für die zivilen Privatarmeen des US-Kapitalismus: Die Big Three der Rating-Agenturen (Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch), die Big Four der Wirtschaftsprüfungsunternehmen (Price Waterhouse Coopers, Ernst & Young, KPMG, Deloitte), die das globale Kapitalrecht beherrschenden US-Wirtschaftskanzleien (Freshfields, White & Case, Baker McKenzie…), die Big Ten der Unternehmensberater (McKinsey, Bain…), die Big Five der PR-Agenturen ( Hill & Knowlton, Marsteller…), die Presseagenturen, die populistische und populäre Massen-Kultur.“

Gegen Vorurteile und Volksverhetzung